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Gallery Go: Googles starke Galerie-App bringt praktische Features aus Google Fotos Offline auf das Smartphone

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Die Fotoplattform Google Fotos erfreut sich praktisch seit Beginn an sehr großer Beliebtheit, woran nicht nur das automatische Backup und der kostenlose Speicherplatz, sondern auch die intelligente Bilderkennung ihren Anteil haben. Im vergangenen Jahr wurde der Ableger Gallery Go gestartet, der viele aus Google Fotos bekannte Features Offline anbietet und als starke Galerie-App dienen kann.


Google hat in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Go-Apps gestartet, die im Rahmen der Android Go-Initiative das Ziel haben, die wichtigsten Google-Apps soweit abzuspecken, dass sie auch in Regionen mit schlechterer Infrastruktur problemlos genutzt werden können. Das bedeutet: Deutlich weniger Ressourcenverbrauch, keine großen Datenmengen über die Cloud und natürlich auch weniger Speicherplatz und CPU-Leistung – bei in etwa gleichem Funktionsumfang wie das jeweilige große Vorbild. Gallery Go macht als Google Fotos-Ableger einen guten Job.

Galerie-Apps gibt es im Play Store wie Sand am Mee und auch viele Smartphone-Hersteller bringen eigenen Apps mit, die vorinstalliert und als Standard eingestellt sind. Auf vielen Smartphones wird mittlerweile Google Fotos als Galerie-App verwendet, was zwar problemlos möglich ist, aber nicht unbedingt dem Konzept der App entspricht. Durch den Mix aus lokal und in der Cloud gespeicherten Medien gibt es ein Kuddelmuddel, das manchmal nicht so leicht zu durchschauen ist.

Mit Gallery Go geht Google einen neuen Weg und bietet eine App, die sich irgendwo zwischen den gewohnten Galerie-Apps und Google Fotos platziert: Die App sortiert Fotos wahlweise in Ordnern oder stellt sie in einem endlosen Stream umgekehrt chronologisch dar – so wie man es von Google Fotos kennt. Gleichzeitig gibt es die smarte Sortierung nach Kategorien, die ohne Eingreifen des Nutzers selbstständig durchgeführt wird. Man kann also sagen, dass die App einfach ein um die Cloud-Anbindung beschnittenes Google Fotos ist.

Bei der Kategorisierung endet es aber nicht, denn die App verfügt ebenso über die starke Suchfunktion von Google Fotos und gibt dem Nutzer die Möglichkeit, nach Objekten, Personen, Orten und vielem mehr auf den Fotos zu suchen. Für die Suche nach Personen ist natürlich eine aktive Gesichtserkennung vorausgesetzt, die über die Einstellungen von jedem Nutzer aktiviert werden können.

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Damit die in App in annehmbarer Geschwindigkeit genutzt werden kann und den Nutzer nicht mit zu langen Wartezeiten nervt, wird der Index der automatischen Sortierung und Bilderkennung stets in der Nacht aktualisiert. Das bedeutet, dass die Fotos bis zu 24 Stunden benötigen, bis sie über die Suchfunktion gefunden werden können oder in den automatisch erstellen Alben auftauchen. Dazu muss das Smartphone in der Nacht aber natürlich eingeschaltet sein.

Wer diese Sortierungsfunktionen bei Google Fotos schätzt, wird mit Gallery Go sehr schnell viel Freude haben und die App intuitiv bedienen können. Ohnehin ist sie für eine schnelle Nutzung ausgelegt und hat dadurch auch keine so (zum Teil) überladene und zum Teil unstrukturierte Oberfläche wie das neue Google Fotos. Weil Gallery Go selbst kaum aktualisiert wird, dürfte sich an der Oberfläche so schnell auch nichts ändern.

Aber nicht nur die Organisation der Bilder hat man sich von Google Fotos ausgeborgt, sondern auch die Möglichkeiten zur Bearbeitung der Bilder: Der gewohnte Editor ist mit an Bord und bietet die bekannten Werkzeuge. Darin findet ihr Möglichkeiten zum Schneiden oder Drehen von Fotos, zur Farbanpassung und auch zur automatischen Korrektur – für eine Galerie-App vollkommen ausreichend. Bei Gallery Go geht es vor allem darum, dass die App schlank ist – sowohl an der Oberfläche als auch mit dem benötigten Speicherplatz auf dem Smartphone. Die APK ist mit etwa über 10 MB angenehm klein. Viel mehr Bearbeitungsmöglichkeiten und Extras kann man da nur schwer hereinpacken.

Im folgenden Video seht ihr die wichtigsten Funktionen sowie die Ausrichtung und Zielgruppe von Gallery Go in der schnellen Zusammenfassung. Wie man sieht, hat die App das Zeug zum Standardwerkzeug, hat aber noch längst nicht die Verbreitung des großen Bruders erreicht. Theoretisch benötigt man nur eine der beiden Apps, wer aber lokale und Cloud-Fotos sauber trennen möchte, könnte vielleicht doch beide Apps parallel einsetzen wollen – ohne einen großen Funktionsumfang zu verlieren.

Gut möglich, dass Google eines Tages den Platz von Google Fotos gegen Gallery Go austauschen oder die beiden Apps zusammenführen wird. Gallery Go muss natürlich als Ressourcen-Sparer erhalten bleiben, aber ein Offline-Modus bei Google Fotos wäre schon sehr praktisch. Die starke Synchronisierung wird immerhin über die Play Services und nicht über die Google Fotos-Apps realisiert.

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Die große Nähe zu Google Fotos
Die App scheint den Nutzern zuzusagen, denn im Play Store kommt sie aktuell auf gut 4,4 Sterne, aber nur auf eine Installationsbasis von +10 Millionen Geräten. Für eine Google-App, die eigentlich im Mainstream-Bereich platziert ist, ist das recht überschaubar. Dürfte daran liegen, dass sie zu Beginn nur regional verfügbar war und erst später für alle Nutzer und Länder geöffnet wurde. Weil es die App aber nach der ersten Ankündigung im Juli 2019 nicht mehr wirklich in die Medien geschafft hat, ist das leicht zu erklären.

Schaut euch die App einfach einmal an. Für mich ist sie eine unterschätzte Google-App, die vermutlich aufgrund der vergleichsweise kleinen Nutzerbasis nur sehr langsam bis gar nicht weiter entwickelt wird. Wäre schade, wenn eines Tages der Stecker gezogen werden würde, denn sie bringt doch einiges mit, was mit Google Fotos aufgrund der Cloud-Anbindung nicht möglich ist.

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Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

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