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Android: Google streicht das Gratis-Backup jetzt für alle Nutzer – alle Infos zu den neuen Backup-Regeln

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Recht unerwartet hat Google vor wenigen Tagen große Änderungen beim Android-Backup angekündigt, die bereits seit dieser Woche für alle Nutzer greifen: Das über viele Jahre angebotene Gratis-Backup wird jetzt nicht mehr angeboten, sondern der benötigte Speicherplatz vom Kontingent des Google-Kontos abgezogen. Hier findet ihr alle Infos zu den neuen Regeln und eine Vermutung, warum diese plötzlich geändert wurden.


Google hat im Laufe der Jahre ein immer mächtigeres Android-Backup aufgebaut, das tief im Betriebssystem integriert ist und den Nutzern unter anderem den Smartphone-Wechsel so leicht wie möglich machen soll. Das Backup umfasst viele wichtige Daten wie etwa die Medien, die Liste der installierten Apps, die dazugehörigen App-Daten, die Smartphone-Einstellungen, das Telefonprotokoll, SMS/MMS-Nachrichten und noch einiges mehr. Während die Medien standardmäßig bei Google Fotos abgelegt und schon seit Jahren vom verfügbaren Speicherplatz abgezogen werden, sah das bei den restlichen Daten bisher anders aus.

Bisher war es laut Google so, dass das Smartphone-Backup zwar im Cloudspeicher sichtbar gewesen ist, dessen Umfang aber nicht vom Speicherplatz-Kontingent abgezogen wurde – überprüfen lässt sich das jetzt leider nicht mehr. Das ändert sich jetzt, denn seit dieser Woche werden auch die App-Daten, die Telefonprotokolle, die gespeicherten SMS-MMS-Nachrichten oder auch die Smartphone-Einstellungen in ihrer Gesamtheit vom Speicherplatz abgezogen. Laut Google sind das im Durchschnitt etwa 40 Megabyte.

Es ist lediglich eine Google-interne Umstellung, am Backup selbst ändert sich nichts. Alles läuft weiter wie bisher, alle bestehenden Backups können genutzt oder stetig erweitert werden. Einen Grund für die Umstellung nennt Google nicht, doch durchschnittlich 40 Megabyte bei über 10 Milliarden aktiv genutzten Geräten sind eben eine Größenordnung, die selbst Google nicht mehr aus reinem Altruismus zur Verfügung stellen will.




Google muss Speicherplatz sparen ?!
Zunächst dürfte diese Umstellung keine Auswirkungen auf die Nutzerschaft haben. Denn wer durch diese etwa 40 MB plötzlich das Limit überschreitet und Speicherplatz kaufen muss, war ohnehin schon auf Kante genäht und hätte in Kürze nachkaufen müssen. Dennoch kann sich das natürlich Läppern, wenn man mehr als ein Gerät besitzt oder viele App-Daten in der Cloud ablegt. Googles Kalkül ist es natürlich, dass die Nutzer eher die Speicherplatz-Schwelle erreichen und noch mehr Speicherplatz kaufen. Wir haben euch erst kürzlich die Google One Speicherplatz-Pakete ausführlich vorgestellt.

Der notwendige Speicherplatz ist bei 10 Milliarden Nutzern gewaltig, aber für Google-Verhältnisse problemlos zu verkraften. Dass man das plötzlich nicht mehr gratis anbieten will, könnte auch mit dem Google-Netzwerk am Limit zusammenhängen, das jetzt viele Speicherfresser auf den Prüfstand stellen könnte. Ich vermute, dass diese Einstellung nicht die Letzte gewesen sein wird. Erst vor wenigen Monaten hatte ich hier im Blog spekuliert, ob der Gemini-Speicherplatz schon bald kostenpflichtig sein wird – die Wahrscheinlichkeit dafür ist sicherlich nicht gesunken.

Wir haben euch erst vor wenigen Tagen gezeigt, wie ihr einzelne Android-Apps vom Google-Backup ausschließen könnt, um Speicherplatz zu sparen. Wirklich gravierende Auswirkungen sollte das bei den meisten Apps nicht haben, aber dennoch könnt ihr euch das bei Interesse ja einmal anschauen.

Letzte Aktualisierung am 21.06.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


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