Am Donnerstag war es wieder so weit: Google hat die Alphabet Quartalszahlen Q1 2026 vorgestellt und konnte auch diesmal wieder Rekordwerte verzeichnen. Alle relevanten Bereiche können ein massives Umsatzplus verbuchen, die Gewinnmarge steigt weiter und selbst das Umsatzwachstum zieht noch weiter an. Schauen wir uns die Zahlen und die einzelnen Geschäftsbereiche einmal etwas genauer an.
Wenn Alphabet die Google-Quartalszahlen verkündet, gibt es für Anleger immer etwas zu Jubeln – das war auch in dieser Woche nicht anders. Der letzte Umsatzrückgang liegt sechs Jahre zurück und war tatsächlich das einzige Mal in der Geschichte des Unternehmens, dass es nicht aufwärts ging – damals wegen dem Ausbruch der Pandemie. Die Erwartungen sind also sehr hoch und wurden auch diesmal wieder weit übertroffen.
Laut Alphabet ist der Umsatz bereits zum elften Mal in Folge zweistellig gewachsen und nimmt sogar noch Fahrt auf: Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 109,9 Milliarden Dollar und auch unter dem Strich sieht es sehr gut aus: Der Gewinn stieg um 30 Prozent auf 39,69 Millliarden Dollar. Daran zeigt sich, dass das Unternehmen auch die Gewinnmarge erhöhen konnte. Diese stieg innerhalb eines Jahres um zwei Prozentpunkt auf 36 Prozent Gewinnmarge – ein absoluter Traumwert, von dem viele andere Unternehmen nicht einmal träumen können.
Doch bei Alphabet gibt es keine einzelnen Ausreißer, sondern alle Google-Geschäftsbereiche tragen mit starken Ergebnissen zum Umsatzwachstum bei. Es zeigt sich, dass das Unternehmen in allen drei relevanten Umsatzkategorien sehr gut aufgestellt ist: Die Werbeeinnahmen gehen durch die Decke, die Abozahlen steigen und der KI-Bereich lässt die Cloud-Umsätze explodieren. Schauen wir uns das im Einzelnen an.
Googles Werbeumsätze explodieren
Google verdient seit jeher den Löwenanteil des Umsatzes mit Werbung und obwohl man diese in den letzten Monaten kaum verschärft hat, wachsen diese Einnahmen rasant: Es wurden 60,39 Milliarden Dollar mit Werbung in Google-Diensten generiert – das sind 10 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Auch bei YouTube sieht es nicht anders aus, wobei man dort bekanntlich kräftig mit Werbung nachgelegt hat: Der YouTube-Umsatz liegt bei 9,883 Milliarden Dollar – ein Wachstum von gut 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Abozahlen steigen
Auch bei den Abos geht es aufwärts: Wie man gestern verkünden konnte, haben Google One und YouTube Premium 350 Millionen Abonnenten und sind damit längst eine relevante Umsatzgröße. Leider versteckt man die Details in einer einzigen Kennzahl, zu der die Abos, die Play Store-Umsätze sowie die Hardware-Verkäufe gehören. Dieser Bereich abseits der Werbung kommt auf 12,384 Milliarden Dollar Umsatz und konnte im Jahresvergleich um gut 20 Prozent zulegen.
Vor allem für YouTube ist das eine gute Nachricht, denn obwohl die Abozahlen (und damit die Werbefreiheit der Nutzer) steigen, legt man bei den Werbeeinnahmen kräftig zu. Wahnsinn.
Google Cloud profitiert vom KI-Boom
Im KI- und Cloudbereich geht es ebenfalls stark voran: Google Cloud erreicht 20 Milliarden Dollar Umsatz – das ist eine Steigerung von fast 8 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Das ist insbesondere auf den KI-Boom zurückzuführen, denn die gesamte Konkurrenz bucht Kapazitäten bei Google. Sundar Pichai hatte bereits verkündet, dass sich der Auftragsbestand in den letzten Monaten auf 460 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt hat.
Alphabet kommt voran
Die restlichen Alphabet-Unternehmen werden traditionell mitgeschliffen – das gilt auch in diesem Quartal. Der Umsatz aller Moonshots sinkt auf 411 Millionen Dollar und ist bei den Google-Dimensionen kaum noch erwähnenswert. An Waymo liegt es aber wohl nicht, denn das Unternehmen konnte laut Pichai erstmals mehr als 500.000 autonome Fahrten pro Woche durchführen.
Auch der Gewinn geht durch die Decke
Beim Gewinn zeigt man sich leider noch weniger transparent und gibt nur sehr spartanische Informationen. Der Google-Gewinn ist auf 40,589 Milliarden Dollar gestiegen und liegt gut 8 Milliarden Dollar über dem Vorjahr. Der Gewinn von Google Cloud steigt auf 6,598 Milliarden Dollar und hat sich damit mehr als verdreifacht. Da spielt es kaum noch eine Rolle, dass Alphabet 2,1 Milliarden Dollar verbrennt und damit deutlich mehr Budget als im Vorjahr benötigt hat.
Abhängigkeit vom Werbegeschäft sinkt
Diese Zahlen zeigen, dass Google beim Werbegeschäft zwar extrem stark zulegen konnte, aber gleichzeitig die Abhängigkeit von diesem Geschäftsbereich reduziert hat. Die „neuen“ Geschäftsbereiche Cloud und Abos liefern zuverlässige Umsatzsteigerungen und sind auf einem goldenen Weg. Seit jeher fordern Anleger eine Senkung der Abhängigkeit vom Werbegeschäft und mittlerweile liegt diese nur noch bei knapp 70 Prozent. Über viele Jahre waren es weit mehr als 95 Prozent.
Bei Google hat man schon vor Jahren prognostiziert, dass der Cloudbereich die Werbung eines Tages übertrumpfen wird und wenn man sich die Kurve von Google Cloud ansieht, dann könnte das tatsächlich schneller passieren, als man heute noch vermuten würde.
Letzte Aktualisierung am 22.04.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.