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Google-Suche: Google will mit fremden Inhalten Geld verdienen – KI-Modus wird umfassend monetarisiert

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Spätestens in dieser Woche startet die Google-Suche in die KI-Ära und soll die Grenze zwischen Suchmaschine und KI-ChatBot immer weiter verschwimmen lassen – zum Leidwesen der meisten Webmaster. Nachdem man immer größere Teile des Traffics absaugt und gleichzeitig die fremden Inhalte als eigenen Content ausliefert, startet man jetzt auch noch Werbeanzeigen: Der KI-Modus und die KI-Übersichten werden ab sofort umfassend monetarisiert.


Man mag es kaum glauben, aber Google dürfte auch damit wieder ohne größere Stolpersteine durchkommen: Man durchforstet den Inhalt aller Webseiten im Web, vermengt diese in ein KI-Modell, liefert die daraus resultierenden Antworten anschließend als eigenen Content aus und hält sich mit Quellenangaben so weit zurück, dass beim ursprünglichen Ersteller praktisch nichts mehr ankommt. Als wäre das nicht schlimmer genug, wird dieser nun auch noch monetarisiert.

Google hat eine große Offensive für Werbeanzeigen im KI-Modus und in den KI-Übersichten angekündigt. Fortan sollen Werbeanzeigen direkt in den Antworten enthalten sein, die natürlich auch thematisch angepasst werden. Dabei geht es sowohl um Werbeanzeigen in visuell aufbereiteter Form als auch um empfohlene und hervorgehobene Inhalte. Die vor zwei Jahrzehnten immer wieder aufkommende Befürchtung, dass Google zahlende Kunden in den Suchergebnissen bevorzugen könnte, wird damit jetzt im KI-Zeitalter Realität.

Bei der Recherche zu einem Thema möchten Verbraucher genau wissen, wie ein Produkt zu ihren individuellen Bedürfnissen passt. Deshalb testen wir zwei neue Anzeigentypen, die mit Gemini erstellt wurden und relevante Produktdetails sowie hilfreiche Hinweise bieten. Unser Gemini-Modell wertet Informationen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung aus, fasst sie zusammen und zeigt diesen Kontext neben der Werbeanzeige des Werbetreibenden an. Diese kohärente, unabhängige Antwort gewährleistet Transparenz und schafft Vertrauen.

Wer sich für diese Anzeigen interessiert, findet weitere Informationen im Google-Blog. Vermutlich werden diese Anzeigen schon bald Gegenstand von Klagen und Verfahren sein. Denn immerhin verdient man mit fremden Inhalten Geld, für die man weder bezahlt noch eine in der Praxis funktionierende Quellenangabe liefert. Und das Web stirbt wieder ein bisschen mehr, nur damit die Google-Umsätze wachsen können…

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[Google-Blog]

Letzte Aktualisierung am 20.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


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