Google hat vor vielen Jahren die Produktkategorie der Chromebooks rund um das Betriebssystem Chrome OS aufgebaut, denen allerdings für Google-Verhältnisse kein großer Erfolg beschert war. Mittlerweile steht fest, dass die gesamte Kategorie eingestampft und bis dahin im Zombie-Modus unterwegs sein wird. Eine unschöne Situation für alle.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Diesen alten Spruch könnte man nun auch auf die Chromebooks und das Betriebssystem ChromeOS anwenden – und das noch für einen sehr langen Zeitraum. Denn mit einem Mix aus öffentlichen Ankündigungen und Leaks kennen wir nun das Ablaufdatum der Chromebooks, das aus heutiger Sicht noch sehr weit in der Zukunft liegt. Google wird die Chromebooks 2034 endgültig einstellen.
Sowohl für Google als auch die Nutzer ist das eine sehr unschöne Situation, die viele Fragezeichen offenlässt. Auf der einen Seite könnte man sich als Nutzer kaum mehr Vorbereitungszeit wünschen. Auf der anderen Seite ist Google strategisch längst weitergezogen, sodass man als Nutzer keine großen Verbesserungen mehr für das Betriebssystem erwarten sollte. Zwar wird Google noch viele Jahre Updates bereitstellen, Sicherheitslücken beheben und sicherlich auch die eine oder andere Verbesserung vornehmen, aber große Sprünge sind ziemlich sicher nicht mehr drin.
Das Desinteresse hat sich zuletzt daran gezeigt, dass DAS Fokus-Produkt Gemini erst Monate nach Windows, Mac und Linux auf ChromeOS gestartet ist. Google hat schon angekündigt, dass sehr viele Chromebooks auf das Betriebssystem Aluminium OS aktualisiert werden. Damit erhalten die Chromebooks streng genommen ein Upgrade auf den Status eines Android PCs. Ob die Nutzer das wirklich wollen, denn der Betriebssystem-Wechsel wird trotz nahtlosem Übergang viele Änderungen mit sich bringen, steht auf einem anderen Blatt.
Soll man jetzt noch ein Chromebook kaufen?
Diese Frage lässt sich gar nicht mehr so leicht beantworten. Wer ein solides Arbeitsgerät benötigt, kann sicherlich trotz des geplanten Aus zugreifen. Denn Google liefert noch acht Jahre Support, die sicherlich den geplanten Einsatzzeitraum der Geräte noch übersteigen. Für ein Arbeitsgerät ist man vielleicht auch ganz froh, wenn Google keine Updates mehr liefert und das gewohnte Umfeld erhalten bleibt. Andererseits ändert die KI alles. Wir haben heute Dinge, die noch vor einem Jahr unwahrscheinlich schienen. Wollen wir gerade in dieser Phase acht Jahre Stillstand? Sicherlich schwer zu beantworten.
Umgekehrt ist es so, dass alle jetzt erhältlichen Chromebooks auf Aluminium OS aktualisiert werden. Es muss sich zeigen, ob das Upgrade auf Aluminium OS ein Angebot ist oder von Google irgendwann zwangsweise durchgeführt wird. Oftmals beginnt so etwas ja mit einer Testphase, dann einem freiwilligen Upgrade, später einer Aufdrängung bis hin zum Upgrade-Zwang. Wer sich ein Chromebook kauft, will vielleicht gar kein Android.
Das einzige, das sicher ist: Ab 2034 zieht Google den Stecker und wird keine Updates mehr liefern. Dennoch ist die Produktkategorie schon jetzt praktisch tot, denn durch die Unsicherheiten werden nur die wenigsten Hersteller noch große Lust haben, neue Geräte auf den Markt zu bringen. Wie es mit den Chromebooks, Aluminium OS und Android am Desktop weitergeht, haben wir euch erst vor wenigen Tagen im folgenden Artikel zusammengefasst:
Letzte Aktualisierung am 2026-01-29 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.