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Google Glass: Smarte Brille ist auch an überheblichem Google-Gründer gescheitert – hielt sich für Steve Jobs

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Google wird im Laufe des Jahres eine Reihe von Android XR Smart Glasses vorstellen und damit nach sehr langer Vorbereitungszeit einen erneuten Anlauf auf diesen Markt wagen. Der erste Anlauf mit dem Produkt Google Glass ist bis heute unvergessen und gilt als einer der größten Flops in der Geschichte des Unternehmens. Jetzt gesteht Google-Gründer Sergey Brin, dass wohl die eigene Überheblichkeit dazu geführt hat.


Google hat Hunderte von Produkten gestartet und wieder eingestellt, wobei sich natürlich auch viele Misserfolge angesammelt haben. Doch keines ist so grandios gescheitert wie Google Glass, das bis heute als größter Flop der Unternehmensgeschichte gilt. An der Spitze des Projekts stand ein Mann, der es durchaus leisten konnte und kann, diesen Misserfolg zum größten Teil auf die eigene Kappe zu nehmen: Google-Gründer Sergey Brin.

In einem Interview wurde Brin nun wohl auch im Lichte der kommenden Android XR Smart Glasses erneut auf den damaligen Flop angesprochen und hat mehr oder weniger zugegeben, dass das Produkt an der eigenen Überheblichkeit gescheitert ist. Die interne Entwicklung dürfte wohl enorm gut vorangekommen sein und die Prototypen hatten revolutionäre Funktionen gezeigt, die auch heute noch begeistern würden. Von diesen schnellen Erfolgen ließ sich Brin offenbar mitreißen.

Im Interview gesteht er, dass er plötzlich der Meinung war, „der nächste Steve Jobs“ zu sein. Er dachte, Google Glass ist das nächste iPhone. Also setzte er alles daran, das Produkt so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen und höchstpersönlich die Präsentation vorzunehmen. Die damalige Show ist unvergessen, ebenso der kurz darauf entbrannte Hype. Doch das Produkt selbst konnte dann doch nicht überzeugen und wurde gar schnell zum Hassobjekt.




Erfolg um jeden Preis
In seiner eigenen Überheblichkeit war Brin nicht nur im Steve Jobs-Traum, sondern war auch der Meinung, den Erfolg des Produkts durch reinen Willen, Marketing und sehr viel Geld zu erzwingen. Doch dem war bekanntlich nicht so gewesen. Er musste erkennen, dass das Produkt technisch zwar begeisterte, aber es praktisch keine Anwendungsfälle gab (gibt es die heute?), sodass sehr schnell nur noch über die negativen Aspekte gesprochen wurde. Mit der Geburt des Begriffs „Glasshole“ war das Produkt dann praktisch tot.

Wenn Sie eine coole neue Idee für ein tragbares Gerät haben, sollten Sie diese wirklich gründlich ausarbeiten, bevor Sie einen coolen Stunt mit Fallschirmspringen und Luftschiffen planen. Das ist ein Tipp, den ich Ihnen geben würde.

Sergey Brin meldet sich sehr selten öffentlich zu Wort, doch wenn er es einmal tut, dann dreht es sich häufiger um Google Glass. Schon im vergangenen Jahr hatte er eingestanden, keine Ahnung von Produktentwicklung gehabt zu haben – aber dennoch das Team persönlich leitete. Nur wenige Monate zuvor meldeten sich damalige Entwicklung und ließen ebenfalls kein gutes Bild der Situation entstehen. Lest euch das bei Interesse auf jeden Fall einmal in unserem Artikel zum Google Glass-Flop durch. Es gibt viele interessante Aussagen.

Die große Frage ist natürlich: Ist das heute anders…?

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