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Stadia: Googles Spieleplattform verfolgt große Ziele und soll mit neuen Projekten zum Erfolg geführt werden

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Googles Spieleplattform Stadia hat es in den vergangenen Monaten nicht leicht gehabt, denn statt sich im zweiten Jahr des Bestehens zu etablieren, geschieht gefühlt genau das Gegenteil. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn in einem ausführlichen Interview haben zwei Stadia-Manager bekräftigt, mit Stadia große Ziele zu verfolgen und langfristig an die Zukunft der Plattform zu glauben.


Stadia wird in einigen Monaten den zweiten Geburtstag feiern, ist aber nach wie vor weit davon entfernt, sich etabliert zu haben. Zwar hat sich die Spieleplattform einen Namen gemacht, doch die äußeren Umstände und die eher negativ gefärbte Stimmung dürften dafür sorgen, dass viele Interessierte erst gar keinen Versuch wagen. Das ist natürlich auch Googles Strategen nicht entgangen und so stemmt man sich nun mit neuen Initiativen dagegen und will Stadia sowohl für Spieler als auch Entwickler attraktiver machen.

Größere Reichweite
Erst vor wenigen Wochen ist Stadia für Google TV gestartet, womit man die Reichweite endlich auch nativ um den Fernseher erweitert hat, der bekanntlich DIE Bastion der großen Spielekonsolen ist. Dieser Schritt war von Beginn an geplant und nicht Teil der aktuellen Kampagne, dürfte aber dabei helfen, Stadia für noch mehr Nutzer attraktiv zu machen. Und dass es aus Geräteklassen-Sicht kaum eine Grenze gibt, haben wir euch erst kürzlich an diesem Beispiel gezeigt.

Mehr Spiele
Wenn man Spieler auf eine Spieleplattform locken muss, dann braucht man nicht nur Reichweite, sondern noch etwas ganz Anderes: Spiele. Die Schliessung der eigenen Games Studios war nicht hilfreich, doch man will diesen Verlust durch eine Konzentration auf Stadia Makers auffangen und nicht nur bei großen Titeln oder Konsolen-Ports nachlegen, sondern auch viele neue Indie-Spiele von kleinen Entwicklern auf die Plattform holen.

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Finanzielle Anreize für Spieleentwickler
Kleine Entwickler bringen originelle Spiele, doch für die Masse müssen es natürlich auch die großen Titel sein. Allerdings scheuen viele Entwickler den Aufwand, ihre Titel zu Stadia zu portieren: Es kostet viele Ressourcen, erfordert meist umfangreiche Umbauten und verspricht nur wenig Umsatz und wohl unter dem Strich keinen Gewinn. Dieses Henne-Ei-Problem, mit dem alle Plattformen kämpfen, möchte Google aber umgehen: Man senkt die Provisionen und nimmt sich bis 2023 nur 15 statt 30 Prozent vom Nutzerumsatz. Das dürfte die Kalkulation für viele Entwickler in den grünen Bereich bringen.

Aber das ist noch nicht alles, denn man arbeitet auch an einem Stadia Porting Toolkit, das Windows-Spiele weitestgehend automatisch für Stadia portieren kann. Der Aufwand sinkt damit auf ein Minimum und in Kombination mit den geringeren Provisionen ist es durchaus möglich, dass derzeit hinter den Kulissen vieler Studios eifrig an Stadia-Titeln gebastelt wird. Ab einer gewissen Auswahl steigt die Nutzerzahl aufgrund der kaum noch vorhandenen Einstiegshürden ganz von allein.


Es ist sehr gut, dass Google an Stadia festhält und das Produkt aufgrund der Rückschläge nicht direkt auf das Abstellgleis fährt. Häufig ist es bei Google-Produkten ja der Fall, dass man nach der ersten großen Welle die Ambitionen zurückfährt und darauf hofft, dass die Nutzer von allein kommen. Doch weil Stadia auch ein Cloud-Produkt werden soll, was auch in diesem Interview wieder zur Sprache kommt, muss man förmlich daran festhalten. Und wenn man ein wenig Geduld beweist, so wie Microsoft damals mit der XBOX, dann kann es funktionieren.

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[Games Industry]


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