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Stadia: Spielen ohne Grenzen – Bastler nutzt Googles Spieleplattform auf E-Reader mit E-Ink-Display (Video)

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Google möchte mit der Spieleplattform Stadia so viele Grenzen wie möglich sprengen und die Branche von den Hardware-Konsolen befreien, die die Flexibilität stark einschränken. Dazu soll Stadia langfristig auf alle nur denkbaren Plattformen gebracht werden und das Spielen immer und überall ermöglichen. Dieses Motto hat sich ein Bastler zu Herzen genommen und Stadia tatsächlich auf einem E-Reader mit E-Ink Display (!) installiert. Und es funktioniert.


Stadia ist noch in der Testphase und lässt die selbst auferlegte Flexibilität bisher noch vermissen, aber das soll sich schon bald ändern. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Stadia auf vielen weiteren Smartphones nutzbar ist und die bisherige Pixel-Exklusivität eher Marketing- als technische Gründe hat. Und wenn sich die Plattform schon für alle Smartphones und Tablets öffnet, dann kann man ja auch mal am unteren Ende der technischen Spezifikationen beginnen.


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Rein theoretisch kann Stadia auf allen Geräten gespielt werden, die in der Lage sind ein gestreamtes Video abzuspielen. Es benötigt eine überschaubare Prozessorleistung, keinen hochtrabenden Grafikchip und auch nur wenig Speicherplatz. Lediglich eine Internetanbindung, die Video-Kapazität sowie die Möglichkeit zum Anschluss eines Controllers ist notwendig. Diese Voraussetzungen erfüllen sehr viele Geräte, bei denen es sich nicht zwingend immer um Smartphones, Tablets oder Computer handeln muss.

Einem Bastler ist es nun gelungen, Stadia auf einem E-Reader mit E-Ink Display zu installieren. Genauer gesagt handelt es sich um einen Onyx Book Max 3, der zwar 850 Dollar kostet (!), aber dennoch eher eine schwache Ausstattung und erst recht kein kompatibles Display besitzt. Vor allem das Display ist für eine Spieleplattform ein No-Go, denn wer sich mit E-Ink Displays beschäftigt, der weiß, dass man hier von Hertz-Werten bzw. Bildwiederholraten gar nicht erst sprechen muss.

Dennoch konnte Stadia auf der Infrastruktur installiert, gestartet und auch genutzt werden. Gezeigt wird das in folgendem Video anhand von Destiny 2, das für diese Display-Verhältnisse echt gut aussieht und mit sehr viel Fantasie ein flüssiges Gameplay zeigt, das man von einem solchen Gerät gar nicht erwartet hätte.

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Tatsächlich ist das Display der Flaschenhals, um den man nicht drumherum kommen kann. Das Bild kann nicht nur sehr langsam aktualisiert werden, sondern auch die Zeitspanne vom Eingang des Bildes bis es auf dem Display angezeigt ist absolut inakzeptabel lang. Der Bastler schätzt den Display-Lag auf etwa eine halbe bis eine Sekunde. Für ein Schachspiel vielleicht noch akzeptabel, aber ein schnelles modernes Computerspiel muss man gar nicht erst beginnen. Dennoch: Es ist beeindruckend, was der Bastler da geschaffen hat und wofür Stadia rein theoretisch in der Lage wäre.

Die Nutzung von Stadia war in dem Fall dieses teuren E-Reader gar keine große Herausforderung, denn alle benötigten Voraussetzungen sind dabei bereits geschaffen. Für seine Geräteklasse ist es ein High-End-Gerät, das auf Android als Betriebssystem setzt und einen sogenannten „X-Mode“ hat, bei dem das Display für einen temporären Zeitraum an seine Grenzen geht. Eigentlich ist das für kurze Videosequenzen gedacht – aber Stadia ist ja schlussendlich auch nichts anderes.

Meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel dafür, warum Stadia großes Potenzial hat. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste Stadia auf seiner Armbanduhr oder einem Smart Home-Gerät startet. Den Möglichkeiten sind durch die niedrigen Anforderungen kaum Grenzen gesetzt.

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