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IKEA Places: Neue Augmented Reality-App platziert die Möbel in den eigenen Vier Wänden

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Mit der Augmented Reality bekommt Smartphones und andere Geräte in Zukunft völlig neue Möglichkeiten, die wir uns jetzt vielleicht noch gar nicht vorstellen können. Derzeit befinden wir uns noch in einem sehr frühen Stadium, bei dem viele Entwickler erst einmal mit Ideen experimentieren. Jetzt hat auch IKEA eine neue App veröffentlicht, mit der sich die kultigen Möbel virtuell in den eigenen Vier Wänden platzieren lassen.


An diesem Samstag werden wohl wieder Hunderttausende Menschen den Weg in ein IKEA-Möbelhaus finden und sich vielleicht auch wieder von den bunten Möbeln, den kultigen Namen und natürlich der Aussicht auf die Hot-Dogs dazu verleiten lassen, VIMLE, BILLY oder auch KNOPPARP und STRANDMON mitzunehmen. Diesen Spaß kann man sich nun aber im Ansatz auch schon zu Hause gönnen, denn mit IKEA neuer Augmented Realty-App können viele der Möbel nun schon virtuell platziert werden.

Trotz gründlichem Ausmessen und vielleicht auch mitgebrachten Fotos, hat man im Möbelhaus (egal welcher Marke) immer das Problem, nicht genau zu wissen, ob die Möbel in die eigene Wohnung passen – sowohl vom Stil als auch der geplanten Platzierung. Die App IKEA Places möchte dieses Problem nun dadurch lösen, dass die Möbel direkt auf dem Smartphone per Augmented Reality virtuell platziert werden können.

Zuerst sucht man sich einen Platz aus, in dem das Smartphone etwa auf Taillenhöhe gehalten und die Stelle abgelichtet wird. Anschließend kann man aus einem Katalog von über 3.000 Möbeln auswählen, die dann beliebig an dieser Stelle platziert werden können. Sind sie platziert, kann man wie gewohnt um das Möbelstück herum wandern oder es sich auch näher im Detail ansehen. Also das gleiche Prinzip wie bei Googles AR Stickern und einigen anderen Demos.



Eine weitere Funktion der App ist es, dass sie auch IKEA-Möbel erkennt. Dazu muss man einfach nur das Smartphone auf ein Möbelstück halten und bekommt, wenn es erkannt wird, den Namen des Produkts angezeigt. Ob das ebenfalls nur für die 3.200 Möbelstücke oder für das gesamte Sortiment gilt, ist leider nicht bekannt.

Die App ist jetzt nicht wirklich innovativ und kopiert einfach nur das bereits bekannte Konzept mit Möbeln anstatt von lustigen Stickern. Dennoch zeigt sie einmal mehr die Möglichkeiten der Augmented Reality und Googles ARCore-Plattform. Da wir uns noch ganz am Anfang befinden, müssen die Entwickler und großen Unternehmen nun erst einmal herausfinden, wie solche Technologien verwendet werden können. IKEA Places hat sicher noch ein großes Potenzial, das bei Erfolg der App in Zukunft hoffentlich weiter ausgeschöpft wird.

Erst in dieser Woche hat Google auch die neue AR-App Just a Line vorgestellt, die noch sehr viel einfacher funktioniert, aber nicht weniger spaßig sein kann. Und ob man nun Linien zeichnet, Möbel platziert oder lustige 3D-Sticker in den Raum stellt, ist ja am Ende kein großer Unterschied mehr. Probiert die IKEA-App einfach einmal aus, sofern ihr eines der wenigen kompatiblen Smartphones habt. In Kürze wird auch das Galaxy S9 dazu gehören.

Siehe auch
» TRADFRI: IKEAs smartes Beleuchtungssystem lässt sich ab sofort auch per Google Home steuern [Video]

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

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