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Google Shopping: Der neue KI-Einkaufswagen startet – Gemini unterdrückt jetzt auch Onlineshops (Video)

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Die fest in das Ökosystem integrierte Plattform Google Shopping gehört zu den lukrativsten und gleichzeitig wenig sichtbarsten Geschäftsfeldern des Unternehmens. Jetzt startet eine vor wenigen Monaten angekündigte neue Funktion für viele US-Nutzer, die das Onlineshopping perspektivisch verändern könnte: Mit dem Universal Shopping Cart soll der Grundstein für das Shopping durch KI-Agenten gelegt werden.


Gerade erst hat Google eine Schlappe bei den Flug- und Hotelbuchungen hinnehmen müssen, die die Provisionen des Unternehmens deutlich schmälern können, da fährt man schon das nächste Geschäftsfeld hoch: Der vor einigen Monaten angekündigte KI-Einkaufswagen „Universal Cart“ wird jetzt für viele US-Nutzer ausgerollt und könnte vielen Onlineshops trotz Anbindung das Wasser abgraben. Denn Google will die Kaufentscheidungen unter eigene Kontrolle bringen, aber gleichzeitg Risiko bei den Onlineshops belassen. Erreicht werden soll das durch einen universellen Einkaufswagen, der in die Google-Produkte integriert wird und als erste Anlaufstelle dienen soll.

Statt die Nutzer wie bisher im Rahmen von Google Shopping auf die Onlineshops weiterzuleiten, können die Produkte zukünftig in den KI-gesteuerten Einkaufswagen auf den Google-Servern gelegt werden. Innerhalb dieses Einkaufswagens, mit dem der eigentliche Onlineshop gar nichts mehr zu tun hat, werden alle Produkte gesammelt, die Preise überwacht und den Nutzern günstigere Alternativen angeboten. Außerdm will man über Inkompatibilitäten informieren oder den Nutzern automatisiert Alternativprodukte anbieten. Die Nutzer verwalten den Einkaufswagen innerhalb des Google-Ökosystems, bezahlen mit Google Pay/Wallet und erst im letzten Schritt wird die Bestellung den den jeweiligen Onlineshop weitergeleitet.

Diese Funktion soll auch die Grundlage für das Shopping durch KI-Agenten schaffen. Bei diesem Konzept geht die KI für den Nutzer einkaufen – entweder sofort oder im Auftrag, ohne dass der Nutzer eingreifen muss, eventuell muss man nur noch den letzten Schritt abnicken. Schon 2026 hatte Google erste Konzepte gezeigt, bei denen die Nutzer einen KI-Agenten einkaufen schicken. Jetzt nimmt das durch den US-Start langsam Formen an.




So funktioniert der Universal Cart
Sobald der Nutzer ein Produkt in den Einkaufswagen legt, wird die Funktion im Hintergrund aktiv. Die Google-KI sucht nach Angeboten und Preissenkungen, liefert Statistiken zur Preisentwicklung und soll auch benachrichtigen, wenn ein Artikel wieder vorrätig ist. Die Grundlage bilden die Gemini-Modelle, sodass der KI-Warenkorb laut Google immer smarter wird, wenn die Modelle verbessert werden. Dieser Einkaufswagen ist auf den Google-Servern und nicht bei den jeweiligen Onlineshops gehostet – was einen sehr großen Unterschied ausmacht und Google als permanenten Mittelsmann (man könnte auch digitaler Zwischenhändler sagen) positioniert.

Der universelle Einkaufswagen wird für US-Nutzer jetzt in die mächtige Produktsuche der Google-Suche integriert, aber auch in die Gemini-Umgebung, soll in den YouTube-Produktempfehlungen oder direkt in GMail starten – man fährt da ganz groß auf. Es wird wohl nicht lange dauern, bis man ein solches System zunächst optional auch in Google Chrome integriert. Das könnte dafür sorgen, dass sich der Google-Einkaufswagen schnell verbreitet und von vielen Onlineshops unterstützt wird. Die Onlineshops verdienen zwar weiter am eigentlichen Verkauf, müssen sich aber wohl einem noch intensiveren Preiskampf aussetzen, verlieren jegliche Möglichkeit der Kundenbindung oder des eigenen Auftritts. Das erinnert an die Entwicklung der redaktionellen Branche.

Für die Nutzer sicherlich sehr hilfreich, für das gesamte Onlineshop-Ökosystem hingegen eine Katastrophe mit Ansage, die das Onlineshopping verändern könnte.

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