Google hat in dieser Woche durchblicken lassen, dass die Nutzung von Gemini massiv angestiegen ist und man daher der Flut an Anfragen einen Riegel vorschieben muss – mit den neuen Nutzungslimits. Die Verwendung der KI ist ab sofort für alle Nutzer an gewisse Limits gebunden, die sich im Laufe der Zeit sicherlich immer wieder verschieben werden. Hier findet ihr alle Infos zu den neuen Limitierungen und wie sich diese bei den Abos verhalten.
In der Ankündigung zum großen Gemini-Update hat Google verkündet, dass die Zahl der Gemini-Nutzer sich innerhalb eines Jahres auf über 900 Millionen Nutzer mehr als verdoppelt hat und auch die durchschnittlichen Anfragen pro Tag massiv zugenommen haben. Das stellt die Google-Server vor große Herausforderungen und weil man so langsam mit der aggressiven Monetarisierung der KI beginnt, will man natürlich Gemini-Abos verkaufen. Ein Weg dazu sind die neuen Nutzungslimits.
Was sind die Nutzungslimits?
Während die Nutzung von Gemini im Bereich der normalen Anfragen mit Textantwort oder auch der Bildgenerierung nahezu unbegrenzt möglich gewesen ist, gibt es jetzt ein Kontingent an Rechenleistung für jeden Nutzer. Google schreibt dazu, dass es jetzt „auf Rechenleistung basierende Nutzungslimits“ gibt. Damit setzt man auf ein ähnliches Modell wie im Cloudbereich, das erstmals auf Privatnutzer übertragen wird – aber leider nicht ganz durchsichtig ist.
Aufteilung der Limits
Es gibt sowohl ein Wochenlimit als auch ein 5-Stunden-Limit. Innerhalb eines gleitenden Zeitfensters von 5 Stunden gibt es ein nicht näher genanntes Limit und auch innerhalb einer gleitenden Woche. Wer also vor vier Stunden die Gemini-KI stark beansprucht und in den folgenden Stunden kaum genutzt hat, muss noch etwa eine Stunde warten, bis Gemini wieder in vollem Umfang zur Verfügung steht. Mit den Wochenlimits verhält es sich ähnlich.
Wie werden die Nutzungslimits berechnet?
Leider gibt Google überhaupt keine Informationen Preis, wie diese Nutzungslimits konkret berechnet werden. Es heißit nur, dass die Nutzungsberechnung von der Komplexität des Prompts abhängig ist, von den verwendeten Funktionen und auch der Länge der Konversation. Im Hintergrund dürfte es Tokenzähler oder vielleicht auch Stoppuhren für die verwendete Rechenzeit geben, aber diese werden weder erwähnt, noch sind sie für die Nutzer sichtbar.
Welche Aufgaben benötigen viel Rechenpower?
Während reine Textanfragen selbst ohne Abo sehr umfangreich durchgeführt werden können und kaum Gefahr laufen, an ein Limit zu stoßen, sieht das bei den Premiumfunktionen schon anders aus. Dazu zählt man die Verwendung des Pro-Modells, des Deep Thinking-Modells, die Nutzung von Bildgenerierung oder auch die Generierung von Video und Musik.
Als Faustregel sollte man sich merken, bei simplen Anfragen zunächst die kleinen Modelle zu verwenden oder Recherchen anzustellen, bevor man die starken Modelle auf die Reise schickt oder sich Medien generieren lässt.
Wie lässt sich das Limit erhöhen?
Die von Google gesetzten Limits können wenig überraschend durch ein Abo erhöht werden. Wirklich deutlich wird man dabei im Token-Bereich nicht, aber für eine Einschätzung sollte die folgende Tabelle ausreichen:
| Abo | Limit |
| Kein Abo | Standardlimits |
| Google AI Plus | 2-mal so hoch wie die Standardlimits |
| Google AI Pro | 4-mal so hoch wie die Standardlimits |
| Google AI Ultra | 20-mal höher als AI Pro |
Aktuell scheint keine Möglichkeit geplant zu sein, sich auch ohne Abo ein Token-Konto aufzubauen und diese zu verwenden. Im Google Cloud AI-Bereich und ab der Abostufen Google AI Pro hat man eine solche Möglichkeit bereits geschaffen, sich kurzfristig Rechenpower zu kaufen, ohne gleich ein höheres Abo abschließen zu müssen.
Wo kann ich mein aktuelles Limit sehen?
Ihr könnt euer aktuelles Limit bzw. den Verbrauch bis zum Erreichen des Limits auf der Seite gemini.google.com/usage ansehen. Dort zeigen sich zwei Balken für das 5-stündige Limit und das wöchenliche Limit sowie der Zeitpunkt der erneuten Berechnung und Freischaltung weiterer Kapazitäten.
Für wen gelten die neuen Limits?
Diese Limits gelten ab sofort für alle Nutzer weltweit, die das 18. Lebensjahr überschritten haben. Nutzer unter 18 Jahren haben noch keine Limits, was wohl auch an der fehlenden Möglichkeit für den Abschluss eines Abos liegt. Aber auch für diese Nutzergruppe wird man sicherlich im Rahmen von Familien-Freigaben oder Ähnliches nicht ewig auf Nutzungslimits verzichten.
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Leider lässt Google noch einige Informationen vermissen, die für diese Nutzungslimits relevant wären: Wie werden die Tokens genau berechnet? Warum gibt es keine ausführlichen Statistiken, mit denen die Nutzer abrufen können, wie viel Tokens oder Rechenzeit eine Anfrage benötigt hat? Ohne solche Einblicke ist eine persönliche Abschätzung schwierig. Zählt auch die Google-Suche mit dem KI-Modus dazu? Das alles wird sich im Laufe der Zeit von selbst beantworten müssen oder Google legt mit Infos nach.
Letzte Aktualisierung am 22.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.