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Android: Längere Updates für alle Smartphones? Gemini Intelligence könnte endlich der richtige Schlüssel sein

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Googles Betriebssystem Android knabbert seit vielen Jahren an einem Problem, das bis heute ungelöst ist – nämlich die zuverlässige und mehrjährige Update-Versorgung durch die Smartphone-Hersteller. Jetzt könnte man endlich einen wirkungsvollen Hebel gefunden haben, der recht schnell relevant wird und die Hersteller zum Umdenken bringt: Dieser trägt die Beschriftung Gemini Intelligence.


Einer der größten Stolpersteine von Android war über viele Jahre die mangelnde Update-Versorgung durch die Smartphone-Hersteller. Das hat sich durch die von Google geschaffene Struktur ergeben, dass die Hersteller selbst für die Verarbeitung und die Verteilung von Updates verantwortlich sind und Google nur als Zulieferer fungiert. Dazu muss man sagen, dass Google selbst viele Jahre lang mit den Nexus-Smartphones auch den ersten Generationen der Pixel-Smartphones nicht unbedingt mit gutem Beispiel vorangegangen ist.

Viele Smartphone-Hersteller sahen Updates als reinen Kostenfaktor, was in erster Linie sogar nachvollziehbar ist: Das Gerät ist bereits verkauft, die Entwicklung des Updates verschlingt viel Geld, die Auslieferung benötigt eine teure Infrastruktur. Und ein Nutzer, der regelmäßig Updates erhält, kauft vielleicht seltener ein neues Gerät. Der langfristige Effekt, nämlich dass die Nutzer die Update-faulen Marken meiden werden, spielte bei den von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr denkenden Managements keine Rolle.

Google geht mittlerweile mit sehr gutem Beispiel voran und bietet sieben Jahre volle Updates. Best Buddy Samsung als ewiger Marktführer bietet je nach Gerät ebenfalls fünf Jahre und außer Konkurrenz gilt auch Apple als Vorreiter für lange Updates. Das hat dazu geführt, dass auch andere Hersteller umdenken und zumindest an der Dauer und der Geschwindigkeit feilen. Doch der große Durchbruch blieb weiterhin aus.




Gemini Intelligence als Update-Turbo?
Vor wenigen Tagen könnte Google selbst die Lösung für dieses ewige Problem gezeigt haben – und diese liegt bei den Systemanforderungen für Gemini Intelligence. Tatsächlich heißt es daran, dass der wichtige KI-Layer nur auf Smartphones genutzt werden kann, die mindestens fünf Jahre mit Android-Updates versorgt werden und die mindestens sechs Jahre mit quartalsweise veröffentlichten Sicherheitsupdates versorgt werden. Das trifft außerhalb von Pixel und Samsung auf kaum ein Gerät zu.

Technisch betrachtet gibt es keinen Grund, die versprochene Update-Dauer in die Systemanforderungen aufzunehmen. Daher steht zu vermuten, dass man diesen Punkt aufgenommen hat, um den Smartphone-Herstellern die Pistole auf die Brust zu setzen: Entweder ihr liefert endlich zuverlässige Updates oder ihr bekommt die vielen neuen funkelnden Gemini-Funktionen nicht auf eure Geräte. Google wird es mit Sicherheit verstehen, die Gemini Intelligence schnell extrem relevant zu machen, die Nutzer anzuheizen und dieser ein ähnliches Standing wie dem Google Play Store zu geben.

Über die Gründe für diese Voraussetzungen ist nichts bekannt, doch anders lässt sich das kaum erklären. Weil man die Hersteller im Android-Vertrag wohl nicht zu langjährigen Updates verpflichten kann, könnte man es jetzt über den Umweg durch den massiven Druck der Konsumenten erreichen. Und das – wenn meine Einschätzung korrekt ist – sicherlich sehr schnell mit großem Erfolg.

» Pixel-Smartphones: Was ist Googles Update-Garantie wert, wenn die Hardware nicht lange mithalten kann?

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