Google verstärkt das Infotainment in Android Auto, das nicht nur aus Musik sowie zukünftig Video bestehen soll, sondern auch aus Spielen. Im Zuge des jüngsten Feature Drop hat man jetzt einen Schwung neuer Spiele angekündigt, deren Sinnhaftigkeit sich aber aus mehreren Gründen sicherlich hinterfragen lässt. Wir zeigen euch die Spiele und hinterfragen den Zweck.
Es stehen viele neue Android Auto-Funktionen in den Startlöchern, wobei wir unter anderem auf den Rollout der Unterstützung von Videostreaming warten – damit man als Autofahrer während der Pause kurze Videos oder Serienfolgen konsumieren kann. Jetzt hat man im Zuge des in dieser Woche ausgerollten Android Feature Drop aber eine ganz andere Funktion angekündigt, die wir bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatten.
Google bringt (wieder) Spiele zu Android Auto
Jetzt hat man den Start von „Lehrer-empfohlenen Spielen“ angekündigt, also Spiele, die man in Zusammenarbeit mit Lehrern für pädagogisch wertvoll hält – diese richten sich dementsprechend auch an die junge Zielgruppe von 3 bis 12 Jahren. Diese werden direkt auf dem Infotainment-Display im Fahrzeug gespielt und wie üblich per Touch bedient. Es handelt sich um reine Android Auto-Umsetzung der Smartphone-Spiele.
Zu den verfügbaren Titeln gehören Spiele wie die Disney Coloring World, LetraKid: Writing ABC for Kids, Marvel HQ: Kids Super Hero Fun, Draw a Stickman: EPIC 3, Kids Games: For Toddlers 3-5 und einiges mehr. Also mehr oder weniger Casual-Titel mit Lerneffekt, die man jederzeit unterbrechen oder auch wiederaufnehmen kann. Im unten eingebundenen Video könnt ihr das sehen.
Was soll das?
So schön diese Spiele auch aussehen, so sehr kann man die Sinnhaftigkeit hinterfragen. Welches Elternteil lässt seine Kinder ernsthaft mit dem Display im Auto spielen? Wird gerade kleineren Kindern nicht eher eingebläut, im Auto nichts anzufassen? Und plötzlich soll daraus eine Spielestation werden? Natürlich lässt sich das nur im Stand nutzen und nicht während der Fahrt. Doch was hält die Kinder davon ab, aus reiner Neugier auch während der Fahrt auf das Display zu tippen, auf Spiele zu hoffen und den Fahrer durch seine verschwundene Navigation oder eine versehentlich ausgelöste Aktion abzulenken?
Geduldige Eltern wissen, was ich mit dem folgenden Abatz meine: Sollen Kinder nicht eher während der langen Fahrt beschäftigt und abgelenkt werden? In diesem Fall erreicht man eher das Gegenteil, denn die Kinder können die Pause gar nicht mehr herbeisehnen und wollen anschließend nicht weiterfahren. Absolut kontraproduktiv. Dass das nicht während der Fahrt nutzbar ist, ist absolut nachvollziehbar – aber was haben Kinder mit dem Autofahren zu tun? Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn diese Spiele auf einem externen Display in der Kopfstütze gezeigt und von der Rückbank gespielt werden könnten. Aber dann sollte das auch während der Fahrt funktionieren.
Noch kurioser ist es, dass man erst vor wenigen Monaten die an Spieler jeden Alters gerichtet GameSnacks eingestellt hat und diese jetzt durch die Kinderspiele ersetzt. Ihr seht schon, ich halte absolut nichts davon. Wer seine Kinder schon mit Videospielen beschäftigen möchte, wäre mit einem (Kinder-)Tablet sicherlich besser beraten.
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