Die Kartenplattform Google Maps ist für viele Menschen der absolute Standard und kommt von der Erkundung über die Navigation bis zur Recherche nach Bildern, Rezensionen und mehr zum Einsatz. Jetzt wird der Umfang allerdings massiv eingeschränkt, zumindest für alle Nutzer, die nicht in das Google-Konto eingeloggt sind. Ohne Login fehlen nun viele Informationen.
Google Maps gehört mittlerweile zu den ältesten Produkten des Unternehmens und war seit jeher frei zugänglich – sowohl kostenlos als auch vollkommen ohne Login. Für einige Funktionen, wie etwa das Anlegen von Listen oder Abgeben von Rezensionen war natürlich stets ein Konto notwendig. Jetzt zieht man die Daumenschrauben allerdings recht massiv an und versteckt alle exklusiven Informationen vor Nutzern, die nicht mit ihrem Google-Konto eingeloggt sind.
Ausgeloggte Nutzer bekommen nur noch die Basisinformationen wie die Adresse und eine Kurzbeschreibung zu sehen. Bis auf ein Titelbild gibt es keinerlei Fotos, es gibt keine Bewertungen mehr, keine Informationen zur Auslastung und ähnliche Dinge. Also praktisch alle Informationen, die nicht aus offiziellen Quellen bezogen werden können, sondern von der großen Google Maps-Community oder Google selbst zusammengetragen wurden.
Betroffene Nutzer werden an mehreren Stellen der Oberfläche darüber informiert, dass sie eine eingeschränkte Version zu sehen bekommen – siehe folgender Screenshot. Darin heißt es „Die Ansicht ist beschränkt und du siehst nur einen Teil der Google Maps-Daten.“. Außerdem gibt es die Meldung „Die Möglichkeiten von Google Maps voll ausschöpfen“ mit einem daneben platzierten Anmelden-Button.
Schutz vor KI und Datensaugern?
Warum Google Maps diese Sperre nach weit über 20 Jahren ohne große Ankündigung einführt, kann nur spekuliert werden. Vermutlich sind die allermeisten Internetnutzer ohnehin permanent in ihr Google-Konto eingeloggt, sodass man nur die allerwenigsten Nutzer von einem Login überzeugen müsste. Ich mutmaße daher, dass man im Google Maps-Team festgestellt haben könnte, dass KI und andere Datensauger sich massiv bei Google Maps bedienen.
Gestattet man nur noch eingeloggten Nutzern den Abruf von Bildern, Rezensionen und mehr, kann man das sehr viel leichter kontrollieren und dafür sorgen, dass keine Daten massenhaft abgerufen werden. Natürlich könnte man das auch mit anderen Mitteln erkennen und blockieren – darin hat Google enorm viel Erfahrung – doch diese Variante dürfte die einfachste sein und noch dazu den Nebeneffekt haben, bei einigen Nutzergruppen für das Google-Konto zu werben.
Abgesehen von einem Support-Dokument mit eher vagen Informationen gibt es noch kein offizielles Statement von Google.
Letzte Aktualisierung am 2026-02-18 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.