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Android: Smartphone-Hersteller steigen aus – stehen gleich zwei Marken vor dem Absprung? (OnePlus, ASUS)

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Der Smartphone-Markt wird seit vielen Jahren von zwei Betriebssystemen dominiert, die sich zwar immer ähnlicher werden, aber dennoch ganz anders aufgestellt sind. Googles Plattform Android setzt auf viele verschiedene Hersteller, doch langsam zeichnet sich ein Oligopol ab, das eigentlich nicht in Googles Interesse gewesen ist, dem Unternehmen aber wohl mittlerweile ganz gelegen kommt.


Es gibt viele Unterschiede zwischen Android und iOS, doch wenn man es auf ein einziges Merkmal runterbrechen möchte, dann ist es Folgendes: iOS gibt es nur auf dem iPhone, während es bei Android viele Smartphone-Hersteller zur Wahl gibt. Google hat Android vor vielen Jahren als frei verfügbares Betriebssystem geschaffen, das von den Herstellern dankend (kostenlos) angenommen wurde. Klar, sie mussten „nur“ die Geräte liefern und sich kaum die Software kümmern.

Die freie Verfügbarkeit von Android sowie die vielen Smartphone-Hersteller mit ihren unterschiedlichen Stärken, Portfolios und Philosophien war lange Zeit das Erfolgsgeheimnis der Plattform. Im Laufe von bald 20 Jahren sind viele Hersteller gekommen und auch wieder gegangen, nur wenige haben sich dauerhaft gehalten. Betrachten wir nur die großen Marken, ist Samsung die einzige Konstante und auch seit jeher Android-Marktführer. Für Google war das jahrelang optimal: Samsung war die Macht, brachte Android voran und die vielen anderen Hersteller sicherten die Basis in einer für Apple nicht erreichbaren Breite.

Allerdings hat schon vor Jahren eine Marktbereinigung stattgefunden, bei der mehr globale Hersteller gegangen als gekommen sind. Schauen wir uns die europäischen Marktanteile einmal an, bleiben im Android-Bereich eigentlich nur Samsung und Xiaomi relevant. Dahinter folgen viele (hierzulande) kleine chinesische Marken. Doch gerade im chinesischen Bereich ist Google bekanntlich kaum bis gar nicht am Android-Erfolg beteiligt.




In den letzten Tagen hat sich die Entwicklung etwas beschleunigt: Vor wenigen Tagen hat ASUS den Ausstieg aus dem Smartphone-Markt angekündigt und es gibt Berichte über eine OnePlus-Aus. Beide Marken sind aus europäischer Sicht eher in der Nische unterwegs gewesen, aber dennoch schränkt es die Auswahl der interessierten Käufer ein weiteres Mal ein.

Wer sich hierzulande für ein Android-Smartphone interessiert, kann guten Gewissens eigentlich nur zu Samsung oder Google Pixel greifen. Xiaomi ist ebenfalls weltweit erfolgreich, doch ebenso wie bei den anderen chinesischen Marken muss man sein Gewissen oder die Privatsphäre vielleicht etwas flexibel sehen. Aus damaliger Sicht wäre das für Android eine fast schon katastrophale Ausgangslage, doch heute sieht das ganz anders aus.

Samsung, Google – das wars
Google ist längst nicht mehr auf die Smartphone-Hersteller angewiesen, denn das Ökosystem ist extrem gefestigt und praktisch alternativlos (abgesehen vom iPhone). Jetzt haben wir ein Oligopol und sind mit Samsung und Google Pixel auf dem Weg zu Duopol. Für Google ist das heute eine gute Nachricht: Man kontrolliert mit Pixel immer größere Marktanteile und hat bei Best Buddy Samsung ebenfalls etwas Kontrolle. Ganz langsam nähert sich Pixel-Android damit iPhone-iOS an. Und genau das ist es, was Google schon 2016 als sehr langfristiges Ziel vorgegeben hat. Samsung braucht man dann vor allem als mächtigen Puffer für die Kartellbehörden…

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