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Android 12L & Android 13: Ist die Foldable-Version nur ein Notstopp? Google hatte es offenbar sehr eilig

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Google hat kürzlich die letzte Beta von Android 12L veröffentlicht und nur einen Tag später mit der ersten Vorschau von Android 13 nachgelegt. Das war nicht nur früher als erwartet, sondern zeigt auch, dass es sich bei Android 12L wohl um einen einmaligen „Ausrutscher“ handelt, der eher aus der Not heraus geboren wurde. Ein Nachfolger für das Betriebssystem ist nicht mehr zu erwarten.


Nutzer aktueller Pixel-Smartphones sind stets auf der neuesten Android-Version unterwegs, doch in diesen Tagen ergibt sich die kuriose Situation, dass sie aus drei verschiedenen Android-Versionen wählen können! Android 12, Android 12L und Android 13. Diese vorübergehende Situation wird sich vermutlich bald lösen, auch wenn der genaue Ablauf für die Zukunft von Android 12L bis heute nicht bekannt ist, wenn es den Beta-Channel verlässt.

Die erste Vorabversion von Android 13 ist da und hat gleich bei der ersten Ankündigung eines deutlich gemacht: Android 13 ist auch für große Displays optimiert, wobei man ganz konkret von Foldables, Tablets und auch Chromebooks spricht. Es sind dieselben Worte, wie man sie auch für Android 12L verwendet. Und damit wird ganz deutlich, dass Android 13 nicht nur die Nachfolge von Android 12 antreten wird, sondern auch von Android 12L.

Damit schließt sich der neue Strang schon wieder und Android 12L wird zu einem einmaligen Ausflug wie damals Android Honeycomb. Honeycomb war aus der Not heraus geboren, um eine für Tablets optimierte Version anzubieten. Schon mit dem Nachfolger Ice Cream Sandwich und sehr umfassend mit Jelly Bean hat man beide Oberflächen unter ein Dach gebracht. Das Gleiche ist nun wieder mit Foldables passiert.




Foldables kommen im Frühjahr
Und weil Google es so eilig hatte und unbedingt im März die Foldable-Funktionen anbieten wollte – statt mit Android 13 im August – scheint klar, dass neue Geräte vor der Tür stehen. Das erst Google-Foldable ist kein Geheimnis mehr und auch andere Hersteller abseits von Samsung sollen im Frühjahr weitere faltbare Smartphones auf den Markt bringen. Vermutlich sind die entsprechenden Funktionen in Android 12 nicht fertig geworden und wären mit Android 13 zu spät gekommen.

Android 12L war daher sicherlich nicht die schlechteste Idee, auch wenn es eine derzeit merkwürdige Situation hinterlässt. Vor allem im April werden sich experimentierfreudige Nutzer dann entscheiden müssen, ob sie auf Android 12 bleiben, auf Android 12L upgraden oder schon die Beta von Android 13 verwenden wollen. Funktionell wird es wohl keine gravierenden Unterschiede machen, vor allem nicht auf normalen Smartphones mit „kleinem“ Display.

Die Google I/O verspricht schon jetzt sehr spannend zu werden, denn in diesem Jahr dürfte Android aufgrund der Foldables und des neuen Fokus auf Tablets endlich wieder eine größere Rolle spielen.


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