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Android 12: Googles neue Plattform ‚Private Compute Core‘ bringt smarte Features mit strengem Datenschutz

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Mit dem Start von Android 12 wird Google eine neue Plattform innerhalb des Betriebssystems einführen, die eine Reihe von intelligenten Aufgaben übernimmt, die auf umfangreiche Nutzerdaten angewiesen sind. Dabei handelt es sich im ersten Schritt um einen Neustart der „Device Personalization Services“, der mit dem Release der fünften Android 12 Beta erstmals durchgeführt wurde. Die Plattform könnte in Zukunft sehr große Bedeutung erlangen.


Viele Nutzer wünschen sich möglichst smarte Features von ihren Geräten, möchten aber so wenige persönliche Daten wie möglich freigeben. Das ist zwar kein vollständiger Widerspruch, aber weil die smarten Features auf die Beobachtung des Nutzerverhaltens angewiesen sind, ein schwieriges Unterfangen. Google schafft für dieses nun innerhalb von Android 12 eine neue Plattform, in der bereits bestehende Features ausgelagert werden.

Die früheren „Device Personalization Services“ werden im Zuge dessen nun in „Private Compute Core“ umbenannt, was erst einmal sehr gut klingt und gleich mehrere Buzzwords miteinander kombiniert. Es handelt sich um einen separaten Bereich innerhalb des Betriebssystems, der die Nutzerdaten speichert, diese auswertet und eine Reihe von smarten Features anbietet, die auf dem folgenden Screenshot sowie in der unten eingebundenen kurzen Liste ablesbar sind.

Der Schwerpunkt liegt darin, den Nutzer durch Beobachtung der Nutzung des Smartphones besser kennenzulernen und smarte bzw. adaptive Funktionen anzubieten, aber diese Daten dennoch privat zu halten, sodass keine anderen Apps darauf zugreifen können. Wie das genau funktioniert, hat man allerdings bei der ersten Ankündigung nicht verraten.




Diese Funktionen werden abgedeckt

  • Live Caption, which adds captions to any media using Google’s on-device speech recognition
  • Now Playing, which recognizes music playing nearby and displays the song title and artist name on your device’s lock screen
  • Smart Reply, which suggests relevant responses based on the conversation you’re having in messaging apps

Die neue Plattform ist Open Source, sodass sich weitere Apps dieser anschließen und eigene Daten in diesem geschützten Bereich speichern können. Außerdem will man sicherstellen, dass dieser Bereich echte Sicherheit bietet und Sicherheitsforschern die Möglichkeit geben, den Code zu untersuchen bzw. nach Sicherheitslücken zu durchsuchen. Man scheint das also tatsächlich als eine sehr wichtige Initiative zu sehen, die in Zukunft bei Android noch eine sehr große Rolle spielen soll.

Kein Wunder, denn Google arbeitet sowohl bei Android als auch bei den Pixel-Smartphones an immer neuen smarten Funktionen, hält aber gleichzeitig den Datenschutz immer weiter nach oben. An irgendeiner Stelle beißt sich das, sodass vielleicht das eine oder andere Feature bisher dadurch verhindert wurde. Wir dürfen gespannt sein, was da in den nächsten Monaten und Jahren noch folgt.

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[Google Security Blog]


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