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Android Auto: Googles Infotainment-Plattform überall kabellos nutzen; Einige Änderungen beim neuen Dongle

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Um Googles Plattform Android Auto kabellos nutzen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, die aus „historischen“ Gründen allerdings noch längst nicht zum Standard gehören. Mit dem neuen AAWireless-Dongle lässt sich das leicht lösen, doch nun gibt es einige Änderungen inklusive einer Preiserhöhung, die man an Käufer (nicht Vorbesteller) weitergeben muss. Alle Details zu den Änderungen am Dongle.


Der AAWireless-Dongle ist ein echter Problemlöser, denn mit dem kleinen Gadget ist es unter anderem möglich, die Verbindung zwischen Infotainment-Display und Smartphone kabellos herzustellen – völlig unabhängig davon, ob das Display im Auto dies unterstützt oder nicht. Kein Wunder, dass sich der Dongle seit Beginn des Crowdfundings sehr großer Beliebtheit erfreut und auch im Nachhinein von vielen Nutzern bestellt werden dürfte.

Schon vor einigen Tagen wurde angekündigt, dass der Dongle aus diversen Gründen teurer wird und für alle zukünftigen Bestellungen ab 75 Dollar angeboten wird. Dieser Preisanstieg ist auf steigende Kosten für die Produktion zurückzuführen, wobei vor allem die CPU der größte Preistreiber zu sein scheint. Schon für die bereits geplanten Einheiten hatte man Probleme, die benötigten CPUs vom Hersteller RockChip zu erhalten. Durch Verhandlungen konnte man die Lieferung sichern, musste aber wohl zusagen, für künftige Dongles auf einen anderen Chip auszuweichen.

This means while we are manufacturing the current pledges, we are also having to redesign the board and change the current CPU from RK3308 to RV1109. The new CPU is a massive overkill for our product, as is even the current one. But due to the shortage and lack of components, we have no real other choice then to go with this.

Der neue Chip ist aber nicht nur teurer, sondern auch deutlich leistungsfähiger. Sehr viel leistungsfähiger, als man es für AAWireless benötigen würde. Man spricht von einem „massive overkill“, hat aber keine andere Wahl um die Produktion auch langfristig sicherzustellen. Denn auch wenn mehrere Tausend CPUs benötigt werden, ist das in Industrie-Maßstäben nur eine sehr geringe Menge.




Man muss also auf einen neuen CPU setzen, hat mit Kürzungen bei Wifi-Chips (5.000 statt 10.000) und Lieferschwierigkeiten bei den Speicherchips zu kämpfen. Das mag Industrie-Alltag sein, aber für ein kleines Startup ohne jegliche Erfahrung sind das schon sehr gravierende Probleme, die man aber nach der Außendarstellung mit Bravour löst. Man kann wirklich nur den Hut vor den Entwicklern ziehen, die das sehr transparent halten und immer wieder über Probleme und auch deren Folgen und Lösungen berichten. Hier könnt ihr alles nachlesen.

Die neue CPU bringt aber auch eine ganz andere Architektur mit, denn man musste das Board auf die Gegebenheiten anpassen. Das mag schnell erledigt worden sein, bedeutet nun aber, dass AAWireless zwei völlig unterschiedliche Architekturen pflegen muss – auch wenn es das gleiche Produkt ist. Auch das könnte für ein Startup zu einer Herausforderung werden. Diese wird man sicherlich meistern, aber als interessierter Käufer sollte man das wissen und vielleicht auch damit rechnen, dass es mit zwei unterschiedlichen Geräten auch unterschiedliche Updates oder diverse Probleme geben kann. Solltet ihr einen Dongle bestellen, informiert euch darüber, welche Komponenten verbaut sind.

Der Dongle tut laut vielen Testern das was er soll, soll aber auch weiterentwickelt werden und zukünftig noch mehr Möglichkeiten bieten. Natürlich muss man sich auch Fit für den schrumpfenden Markt machen, denn innerhalb weniger Jahre wird die kabellose Nutzung zum Standard und der Dongle in der aktuellen Form eigentlich nicht mehr gebraucht. Und genau das wird sehr interessant zu beobachten sein.

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