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Google Fotos: Der versteckte Papierkorb – so lassen sich gelöschte Fotos für längere Zeit wiederherstellen

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Mit Google Fotos lässt sich nicht nur sehr leicht ein in die Cloud ausgelagertes Backup aller Fotos und Videos erstellen, sondern die Medien lassen sich auch mit diversen Möglichkeiten organisieren. Wer dabei versehentlich wertvolle Fotos oder Videos gelöscht hat, muss aber nicht gleich in Panik verfallen, denn die Plattform besitzt – was wohl nur die wenigsten Nutzer wissen – einen eigenen Papierkorb mit einer simplen Wiederherstellungsmöglichkeit.


Google Fotos ist auf einigen Smartphones als Galerie-App vorinstalliert und als Standard-App sowieso auf nahezu jedem Android-Smartphone zu finden. Durch das damit meist aktivierte Cloud Backup schwingt sich die Plattform dann bei vielen Nutzern vermutlich auch im Browser bzw. auf dem Desktop als Standard-App auf. Einen lokalen Fotospeicher sollte man zwar weiterhin vorhalten, aber die Organisation in der Cloud ist meistens flexibler und aufgrund der Synchronisierung bequemer.

Man kennt das: Nach langer Zeit wird mal wieder im digitalen Archiv aufgeräumt, umorganisiert, neu geordnet und die zahlreichen Memes, Screenshots und andere nicht unbedingt aufhebenswerte Inhalte gelöscht. Aus Unachtsamkeit wandert dann aber doch mal das eine oder andere wertvolle Foto oder Video in die digitalen Jagdgründe, was man in den meisten Fällen nicht sofort bemerkt. Ein Häkchen falsch gesetzt und schon ist die schöne Erinnerung weg. Worst Case ist es natürlich, wenn man es erst nach langer Zeit merkt.

In den meisten Desktop-Betriebssystemen führt der erst Weg nun zum Papierkorb, in dem die Datei hoffentlich noch vorhanden ist und wiederhergestellt werden kann. Glücklicherweise besitzt auch Google Fotos einen internen Papierkorb, der innerhalb der App mit zwei Methoden nutzbar ist. Jedes gelöschte Foto oder Video wird nicht direkt gelöscht, sondern wandert in den Papierkorb. Dieser ist in Hauptnavigation der App allerdings nicht zu sehen, sondern versteckt sich im Hamburger-Menü – sodass er vielen Nutzern vielleicht gar nicht bekannt ist.

Im Papierkorb wird jede Datei für genau 60 Tage aufbewahrt, bevor die Daten dann endgültig gelöscht werden und unter keinen Umständen wiederhergestellt werden können. Ihr habt also ziemlich genau zwei Monate Zeit, den Verlust zu bemerken. Und wenn ihr es zu spät merkt, ist ja hoffentlich noch immer die bereits angesprochene lokale Kopie irgendwo vorhanden.

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So nutzt ihr den Papierkorb
Der Papierkorb befindet sich unter dem gleichnamigen Menüpunkt im Hamburger-Menü oder kann über diesen Direktlink aufgerufen werden. Dort findet ihr eine Sammlung aller in den 60 Tagen gelöschten Fotos – sortiert nach dem Datum der Löschung. Jedes Foto oder Video lässt sich wie gewohnt aufrufen, ansehen oder zoomen. Aus dieser Ansicht heraus könnt ihr das Bild endgültig löschen oder wiederherstellen. Das ist sowohl in der Galerie-Übersicht als auch in der Detailansicht möglich.

Leider lässt sich nicht ablesen, wo das Foto ursprünglich gespeichert war bzw. an welcher Stelle es wiederhergestellt wird – ihr müsst im Zweifelsfall also danach suchen. Löscht ihr eine Datei aus dem Papierkorb oder wartet 60 Tage, ist das jeweilige Medium endgültig unwiederbringlich verschwunden. Praktisch: In der Einzelansicht gibt es sogar einen Countdown, nach wie vielen Tagen das jeweilige Bild oder Video gelöscht wird.

In der Android-App hat der Papierkorb eine Doppelrolle: Dort finden sich sowohl gelöschte Cloudbilder als auch lokale Aufnahmen. Lokal gelöschte Bilder werden in einen versteckten Ordner auf dem Smartphone verschoben, sodass sie in keiner Galerie-App sichtbar sind. Auch für diese gilt das 60-Tage-Limit. Leider ist auch an dieser Stelle nicht ersichtlich, wo das Bild ursprünglich gespeichert war bzw. wo es nach der Wiederherstellung zu finden sein wird.

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