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Google Glass: Release-Termin wohl auf Anfang 2014 verschoben

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Bereits im Februar 2012 kamen die ersten Gerüchte über das Project Glass auf, die gut ein Jahr später in der offiziellen Vorstellung von Google Glass übergingen. Nun scheint es so, dass auch dieses mal noch ein volles Jahr bis zum offiziellen Marktstart von Google Glass vergehen wird.


Offiziell hat Google niemals über einen möglichen Erscheinungstermin gesprochen, ein möglicher Release im November pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hält sich aber dennoch hartnäckig in den Medien. Nun scheint es so, als wenn dieser Termin – der sicher auch Google nicht ganz ungelegen gekommen wäre – nicht zu halten ist und um einige Monate nach hinten verschoben werden muss.

Anonym bleibende interne Quellen des Unternehmens haben gegenüber Computerworld berichtet, dass der Release-Termin verschoben wurde und nun Anfang 2014 anvisiert wird. Über Gründe für diese Verschiebung gaben die Quellen keine weiteren Auskünfte, es belegt aber dass Google tatsächlich Anfangs mit einem Release zum Weihnachtsgeschäft 2013 geliebäugelt hat.

Schon im April 2013, wenige Wochen nach der ersten öffentlichen Vorführung, hatte Eric Schmidt geäußert, dass das Gadget noch etwa 1 Jahr von seiner Marktreife entfernt ist und bestätigt damit rückblickend die nun vorgenommen Verschiebung. Ein möglicher Grund für die Verschiebung ist das Feedback der tausenden Tester, das eventuell grundlegende und zeitaufwändige Änderungen mit sich bringt.

Technische Probleme spielen keine Rolle
Laut Aussagen einiger Experten soll es sich aber weniger um technische Probleme handeln, als eher um das Gefühl der Entwickler dass die Brille noch nicht „Perfekt“ ist und im aktuellen Zustand nicht offiziell verkauft werden sollte. Diese Geduld, und der damit riskierte Umsatzverlust im Weihnachtsgeschäft, wird dem Unternehmen zu Gute gehalten und zeigt wie wichtig dieses Projekt zu sein scheint.



Außerdem wollen sich die Produktmanager noch mehr Zeit lassen um konkrete Anwendungsmöglichkeiten für die Brille ausarbeiten. Die Brille auf den Markt werfen und darauf warten dass die Nutzer selbst eine Nutzungsmöglichkeit finden kommt in diesem Fall nicht in Frage – immerhin handelt es sich um eine komplett neue Geräteklasse.

Auch die bisher sehr geringe Anzahl an Apps könnte Ausschlaggebend für diese Verschiebung sein. Zwar sollen möglichst viele Android-Apps auf Glass laufen, bisher sind aber nur sehr wenige Apps kompatibel bzw. für das Gerät vorbereitet. Zum Marktstart möchte man einen vollen Appstore und möglichst viele Killer-Apps. Bleibt abzuwarten ob dieses Ziel bis Anfang 2014 erreicht wird…

Eventuell spielen auch die zunehmenden Fragen und Beschwerden der Datenschützer und die langsamen Mühlen der Politik eine Rolle. Da sich weltweit kaum eine Regierung mit dem neuen Gerät befasst hat bzw. auf Google zugekommen ist, wird es anfangs wohl schlicht und einfach viele Verbote statt konkreten Gesetzen oder Regelungen hageln.

[ComputerWorld]


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