Viele Menschen wissen die Dienste von Google Maps Streetview zu schätzen, um unzählige Orte auf dieser Welt zu entdecken – was in einigen Ländern mehr und in anderen weniger Spaß macht. Jetzt greift Google endlich bei der Verpixelung der Häuserfronten durch und verlangt in Deutschland sowie einigen weiteren Ländern einen Adressnachweise. Hier findet ihr alle Details zu dieser Änderung.
Wenn Deutschland im Umfeld von Google Maps für etwas bekannt ist, dann ist es die Verpixelung bei Google Maps Streetview. In Deutschland hat das bekanntlich schon vor vielen Jahren Überhand genommen – so sehr, dass man weit über ein Jahrzehnt keine neuen Straßenaufnahmen mehr angefertigt hatte. Seit ein paar Jahre sind die Streetview-Fahrzeuge wieder unterwegs, doch das Problem der Verpixelung dürfte noch immer ein großes Ausmaß haben.
Wir haben bereits darüber berichtet, dass Google Änderungen bei der Streetview-Verpixelung vorgenommen hat, um den Missbrauch dieser Funktion so weit wie möglich einzudämmen. Tatsächlich war es bisher wohl möglich, Häuserfronten zu verpixeln, ohne selbst an dieser Adresse zu wohnen. Weil ich nicht im Traum darauf kommen würde, mein Haus bei Streetview zu verpixeln, habe ich damit ehrlicherweise niemals beschäftigt.
Jetzt fordert Google bei jedem Verpixelungs-Antrag einen Adressnachweis. Ohne einen solchen werden Anträge seit Ende Juli abgelehnt. Das hat keine Auswirkungen auf bisherige Verpixelungen, die auch ohne damaligen Adressnachweise Bestand haben. Die Situation wird sich also nicht verbessern, aber hoffentlich auch nicht mehr so stark verschlechtern, wie das in den letzten Jahren der Fall gewesen ist.
Das sind die Kriterien für Dokumente
- Sie sollten personenbezogene Daten in diesen Dokumenten unkenntlich machen, mit Ausnahme der Adresse und des Datums des Dokuments. Reichen Sie keine Dokumente ein, die nicht unkenntlich gemachte Kontonummern, Ihren vollständigen Namen, Zahlungs- oder Gesundheitsinformationen enthalten.
- Akzeptiert werden alle Schreiben, Rechnungen von Versorgungsunternehmen oder Kontoauszüge, die die Adresse des unkenntlich zu machenden Standorts enthalten. Machen Sie bitte Ihren Namen und alle Kontonummern oder andere vertrauliche Informationen unkenntlich. Alle diese Dokumente dürfen zum Zeitpunkt der Unkenntlichmachungsanfrage nicht älter als sechs Monate sein.
- Mietverträge für die unkenntlich zu machende Adresse sind ebenfalls zulässig, auch wenn sie älter als 6 Monate sind.
- Akzeptiert werden die Wohngebäudeversicherung und Unterlagen zur Grundsteuer.
Die Dokumente müssen in den Formaten PNG, JPG oder PDF eingereicht werden und dürfen 10 Megabyte nicht übersteigen. Alle Dokumente werden nach 60 Tagen vollständig gelöscht.
Google ist sich der Brisanz bewusst, dass gerade die Nutzer, die die Straßenansicht ihres Hauses schützen wollen, vielleicht kein persönlichen Dokumente hochladen möchten. Daher akzeptiert man auch Dokumente, die nicht unbedingt amtlich sind und sogar ältere Mietverträge werden noch akzeptiert. Das wird „böse Buben“ nicht abhalten, erhöht die Schwelle aber sicherlich so weit, dass die Anfrageflut in den Griff bekommen wird.
Letzte Aktualisierung am 22.07.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.