Die Künstliche Intelligenz ist gefühlt schon jetzt allgegenwärtig, obwohl sie in vielen Fällen eher aufgedrängt als wirklich sinnvoll ist. Daher sind viele Beobachter der Meinung, dass wir uns in einer ganz gewaltigen Blase befinden, die nach dem Ende des ersten Hype platzen wird – und zwar mit voller Wucht. Aktuelle Finanzeinblicke untermauern, auf welch wackligem Fundament das Ganze aufgebaut ist.
Die großen Tech-Konzerne investieren Hunderte Milliarden Dollar in den KI-Ausbau, in die Entwicklung der Technologien, den Ausbau ihrer Infrastruktur und die Sicherung von Rechenleistung. Google und Alphabet schwimmen ganz vorn mit, denn allein bis Ende 2027 will Google 500 Milliarden Dollar in den KI-Ausbau stecken. Das übersteigt auch die finanziellen Möglichkeiten der Tech-Giganten, die eine patente – aber sehr risikoreiche – Lösung gefunden haben: Kreislaufgeschäfte.
In der KI-Branche ist es aktuell üblich, dass sich die Unternehmen gegenseitig mit Hunderten Milliarden Dollar stützen. Firma A bezieht Rechenleistung von Firma B, die wiederum ihre Komponenten und Technologien bei A einkauft. Zum Teil sind an diesen Kreisläufen mehr als zwei Unternehmen beteiligt, sodass gewaltige Verbindlichkeiten aufgebaut werden, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verdient werden wollen. Man spricht auch von versteckten Schulden oder Schattenschulden.
Jetzt hat eine Analyse ergeben, dass allein die Schattenschulden der fünf größten Tech-Konzerne um das Achtfache innerhalb von vier Jahren gestiegen sind – auf gewaltige 1,45 Billionen Euro. Dieser Betrag muss allein von Alphabet, Microsoft, Amazon, Meta und Oracle wieder eingespielt werden, um wenigstens die entstandenen Kosten abzudecken. Selbst wenn man das in 10 Jahren auf eine schwarze Null bringen wollen würde, wären das (ohne Zinsen) 145 Milliarden Euro pro Jahr oder 18 Euro pro Mensch pro Jahr. Wie realistisch ist das?
Allein die versteckten Schulden von Meta betragen 368 Milliarden Euro, gefolgt von Oracle mit 239 Milliarden Euro Schulden. Ob sich diese Investitionen jemals auszahlen, bleibt fraglich. Diese Zahlen zeigen allerdings auch, dass die KI-Blase gewaltig gewachsen ist. Dazu müssen wir bedenken, dass viele Investitionen jetzt erst anlaufen und im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Aus den 1,4 Billionen können also recht schnell 3 Billionen und mehr werden. Irgendwann werden die Investoren merken, dass nicht alle Unternehmen diese gewaltigen Summern wieder einspielen können.
Wenn es einen Beweis für die KI-Blase braucht, dann sind es diese Zahlen. Vielleicht platzt sie nicht, vielleicht geht ihr nur sehr langsam die Luft aus, sodass die meisten Unternehmen es überleben können. Doch wenn die Blase platzt, dürfte es nicht nur den Tech-Sektor gewaltig durchschütteln. Google scheint trotz aller Investitionen recht immun dagegen zu sein und kann weiterhin sorglos investieren – zumindest ist das meine Beobachter-Sicht. Ich hatte hier im Blog schon berichtet, warum Google nach dem Platzen der KI-Blase der große Gewinner sein wird.
Die Tech-Unternehmen argumentieren stets, dass ihre künftigen Gewinne diese Mengen an Schulden übersteigen werden. Ob es wirklich so sein wird, werden wir vielleicht schon sehr bald sehen.
Letzte Aktualisierung am 21.07.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.