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Google Maps: Darum solltet ihr den Bewertungen nicht mehr vertrauen – Betrug in allen Richtungen (Meinung)

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Die Kartenplattform Google Maps ist gleichzeitig eine der größten Bewertungsplattformen und enthält Milliarden von Sternen-Angaben und Rezensionen, die den Nutzern eigentlich helfen sollen. Doch die Relevanz der Bewertungen hat dafür gesorgt, dass in alle Richtungen betrogen wird und diese damit nicht mehr vollständig vertrauenswürdig sind. Selbst objektiv betrachtet lassen sich diese nicht einmal mehr als Tendenz nutzen.


Bewertungsplattformen sind eigentlich eine tolle Sache, denn sie geben allen Menschen die Möglichkeit, sich vorab über die Qualität der gebotenen Leistungen zu informieren. Gleichzeitig können sie für ein Unternehmen ein wertvoller Feedback-Kanal sein, um sich zu verbessern. Doch mit steigender Relevanz nahm auch die Trickserei zu, der Betrug zog ein und mittlerweile sind die Bewertungen nur noch ein Minenfeld, dem man nicht vertrauen sollte. Das gilt leider auch für Google Maps.

Wir haben erst vor wenigen Tagen berichtet, dass mehr als 30 Prozent der Unternehmen in Deutschland negative Bewertungen löschen. Das lässt den Außenauftritt besser aussehen, sorgt nach Kenntnis der Nutzer allerdings dafür, dass auch die überschwänglichen positiven Bewertungen nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Mittlerweile informiert Google über gelöschte Bewertungen und hat damit wohl nur noch mehr Öl ins Feuer gekippt.

Der Bewertungsbetrug hat längst Dimensionen angenommen, die sich wohl nicht mehr einfangen lassen. Für Unternehmen ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die Anfechtung von negativen Google Maps-Bewertungen bei windigen Agenturen zu beauftragen. Aber auch rechtliche Schritte müssen Rezensenten mittlerweile befürchten und die Verteilung von negativen Bewertungen der Konkurrenz gehört gerade bei kleineren Unternehmen mit viel Mitbewerb schon zum festen Repertoire. Eine Katastrophe für das gesamte System.




Bewertungen sind nicht mehr zuverlässig
Es gab Zeiten, in denen Bewertungen einfach nur hilfreich waren und sich die Nutzer auf Bewertungen Rezensionen verlassen konnten. Natürlich auch früher schon mit Ausreißern, aber nicht in der heutigen Dimension. Der eine oder andere Kunde macht aus einer Mücke einen Ein-Sterne-Elefanten und wieder andere sammeln 5 Sterne bei Freunden und Familie ein. Das gleicht sich in einem gesunden System aus und entspricht auch der Mund-zu-Mund-Propaganda – also vollkommen normal. Heute ist es allerdings so, dass man bei jeder Bewertung skeptisch sein muss. Schuld ist auch Google Maps, das auch Löschungen aus fadenscheinigen Gründen und Nichtigkeiten ermöglicht.

Ein Business ohne schlechte Bewertungen ist grundsätzlich erstmal der Löschung verdächtig – selbst wenn man perfekte Arbeit leistet. Das wiederum ist ein Problem für die Geschäftsinhaber, die tatsächlich nur zufriedene Kunden haben (ja, das gibt es!). Man leistet hervorragende Arbeit und macht sich allein dadurch verdächtig, was sich schlussendlich negativ auswirken kann. Würde Google Maps keine Löschungen erlauben, hätten wir dieses Problem gar nicht. Verkehrte Welt.

Dass man gegen gekaufte Bewertungen (positiv für sich, negativ für die Konkurrenz) vorgeht, ist ein wichtiger Schritt – unter anderem setzt man jetzt auch die Gemini-KI darauf an. Noch wichtiger wäre es, die Löschungen nur aus triftigen und rechtlichen Gründen zu ermöglichen. Wichtig wäre sicherlich auch, die Rezensenten zu schützen. Denn wenn die Menschen Angst vor einer gerechtfertigten negativen Bewertung haben müssen, wird es solche nicht geben. Dadurch wandeln sich Bewertungen zu Jubelspalten, die auch vom Marketing hätten kommen können.

Das Problem hat natürlich nicht nur Google Maps, aber wir sind hier im GoogleWatchBlog und ich wollte das einfach einmal auf den Punkt bringen.

» Google Maps: Bis zu 30 Prozent negativer Bewertungen in Deutschland werden gelöscht – das steckt dahinter

Letzte Aktualisierung am 22.07.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


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