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Google Maps Streetview: Von der verrückten Idee zum Megaprojekt – viele Einblicke in die Anfänge (Video)

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Das Team von Google Maps Streetview ist seit bald 20 Jahren rund um die Welt unterwegs, um die Straßenzüge und Ortschaften dieser Welt für die Kartenplattform abzulichten. Dieses Bildmaterial ist für viele Nutzer mittlerweile selbstverständlich und ein wichtiger Teil der Recherche innerhalb der App. Doch wie kam es eigentlich zu diesem Produkt, wie entstehen die Aufnahme und wie werden daraus die fertigen 3D-Abbildungen?


Google Maps Streetview gehört in seinem Umfang sicherlich zu einem der beliebtesten Dienste, um die Welt zu entdecken oder sich ein Bild von gewissen Ortschaften, Geschäften oder Straßen zu machen. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das für Google Maps nicht nur sehr viel Potenzial hat, sondern dem Unternehmen auch sehr viel Geld kostet und dessen Arbeit wohl niemals beendet sein wird. In einem interessanten Video gibt es jetzt viele Hintergrundinformationen.

Fun Facts zum Start von Google Maps Streetview

  • Tatsächlich kam die Idee für Google Maps Streetview von Google-Gründer Larry Page höchstpersönlich. Er hatte die Vision, dass alle Menschen die Welt vom Computer aus erkunden können.
  • Larry Page war der erste Streetview-Fahrer: Zu Testzwecke befestigte er einen Camcorder auf seinem Auto und fuhr einfach los.
  • Nach der ersten Konzeptionsphase hatte Google ein Kamerasystem entwickelt, das nicht weniger als 227 Kilo wog und die Bilder mit einer Auflösung von 4 Megapixel aufnahm.

Neben dem PageRank und der Google-Suchmaschine ist Streetview damit die dritte große Idee von Larry Page, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Dass die Idee von ihm kam, das Konzept von ihm entwickelt wurde und er auch selbst mit einer Kamera auf dem Dach losfuhr, dürfte vielen Nutzern sicherlich noch nicht bekannt gewesen sein.




Starke und flexible Kameras
Die Auflösung der Kameras hat sich vom ersten Konzept bis heute massiv verbessert: Nahm man damals mit maximal 4,8 Megapixel auf, sind es heute bis zu 140 Megapixel, basierend auf einem 360 Grad-System, das mehrmals pro Sekunde Fotos aufnimmt. Schon 2008 begann man damit, nicht nur Fotos aufzunehmen, sondern mit einem LIDAR-Radar auch die Umgebung zu vermessen, um Gebäudegrößen, Straßenbreiten, Straßenaufbauen und vieles mehr abseits des Bildmaterials zu kartieren.

Weltweit ist man nicht nur mit Autos unterwegs, sondern auch mit Fahrrädern, Schneemobilen, mit Kamerarucksäcken oder auf den Faröer-Inseln gar mithilfe von Schafen. Wir haben euch schon vor einigen Jahren alle Streetview-Fahrzeuge in der Übersicht gezeigt.

Moderne Technik und KI
Während alle Streetview-Aufnahmen in den ersten Jahren manuell zusammengesetzt werden mussten, übernimmt dies heute eine KI. Dasselbe gilt für die Auswertung des Bildmaterials, die Erkennung von Schildern und Geschäfts, die Verpixelung von Gesichtern, Nummernschildern und mehr. Das damals 227 Kilo schwere Kamerasystem wiegt heute nur noch etwa 7 Kilo. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis Google durch diese kompakte Form neue Vehikel findet, um Streetview aktueller zu halten.

» Google Maps & Gemini Nano Banana: KI-Bildbearbeitung wird in Streetview-Aufnahmen integriert (Teardown)

Letzte Aktualisierung am 21.02.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


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