Google hat für den KI-ChatBot Gemini nicht nur eigene Apps für alle Plattformen entworfen, sondern auch eine ganz neue Designsprache. Diese zeigt sich mit Farbverläufen und simplen Animationen recht dezent, verfolgt aber klare Ziele und steht laut Googles Designteam noch ganz am Anfang. Schritt für Schritt soll dieser bisher unerforschte Bereich nun revolutioniert werden.
Die Kommunikation mit den KI-ChatBots läuft, wie es schon der Name vermuten lässt, im klassischen Chat-Stil ab: Beide Seiten – sowohl der Nutzer als auch die KI – nutzen dieselbe Oberfläche für Eingaben. Diese werden chronologisch aufgelistet und können durch ein Eingabefeld am unteren Rand um neue Nachrichten erweitert werden. An diesem Grundkonzept wird man vermutlich noch sehr lange festhalten, doch in puncto visuellem Auftritt soll sich in den nächsten Monaten einiges tun.
In diesen Tagen haben sich erstmals Googles Designer zu Gemini zu Wort gemeldet und eine ganze Reihe von interessanten Einblicke in die Elemente gegeben, die derzeit zum Einsatz kommen. Man setzt vor allem auf einfache Elemente, sehr weiche Farbläufe und simple Animationen sowie ein sehr klares Farbkonzept. Es ging zunächst darum, für den Nutzer eine vertraute Umgebung zu schaffen, aber dennoch herauszustellen, dass es sich hier trotz bekannter Oberfläche um etwas völlig Neues handelt.
Die Farbverläufe sollen die Übergänge zwischen der Kommunikation von Nutzer und KI visualisieren. Bei Gemini folgen diese mit den Blau-violett-Tönen auch einem klaren Konzept. Die klassischen Elemente wie Buttons sind weiß gehalten und können animiert werden, sollen aber nicht in die KI-Vision eingebunden werden. Stattdessen kommen Animationen immer dann zum Einsatz, wenn die KI denkt, wenn ihr etwas mitgeteilt wird oder es direkte Rückmeldungen gibt.
Google sucht noch nach Design-Grundlagen
Das Design-Team spricht davon, dass die Interaktion mit der Künstlichen Intelligenz aus Designersicht noch ein völlig unerforschtes Gebiet ist. Man befinde sich völlig am Anfang und sieht die heutige Zeit auch als eine Phase des Übergangs zwischen einer klassischen App und der Interaktion mit einer KI. Das passt gut zu den Aussagen des Gemini-Teams der letzten Monate, die die Kommunikation mit dem KI-ChatBot ebenfalls freier gestalten und von den Chatfenster-Fesseln befreien wollen. Es geht um freie Layouts und interaktive Möglichkeiten. UI, UX und Visual Designer arbeiten dabei eng zusammen.
Google befindet sich nach eigenen Aussagen noch in der Grundlagenforschung und vergleicht es mit den simplen Symbolen, die vor Jahrzehnten erstmals für MacOS eingeführt worden sind. Es sind Symbole, die bis heute geläufig sind und für ganze Funktionen stehen – wie etwa der Papierkorb. Ähnliches will man mit den Gemini-Effekten und Elementen erreichen. Es ist daher anzunehmen, dass es in den nächsten Monaten viele Experimente, mittelfristig größere Veränderungen und langfristig sicherlich einige Standardisierungen geben wird.
Lest euch den Blogbeitrag bei Google Design einmal durch, es ist wirklich sehr interessant.
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