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Android: Google zieht älteren Apps den Stecker – sollen im Google Play Store versteckt und blockiert werden

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Android ist ein offenes Betriebssystem, aber über den Google Play Store kann Google sehr große Kontrolle über das Ökosystem und dessen Apps ausüben. Jetzt hat man angekündigt, schon bald die Daumenschrauben anzuziehen und aktuelle Apps zu bevorzugen. Das wird soweit gehen, dass ältere Apps für viele Nutzer im Play Store nicht mehr zu finden sein werden. Selbst die Installation soll blockiert werden.


Der Google Play Store platzt mit weit über zwei Millionen Apps aus allen Nähten und für praktisch jeden mehr oder weniger sinnvollen Zweck gibt es eine große Auswahl an Anwendungen. Doch schon bald könnte die Auswahl deutlich zurückgehen, denn Google will älteren Apps den Stecker ziehen und diese schon nach einem überraschend kurzen Zeitraum verstecken und blockieren. Das hat man jetzt im Rahmen einer Aktion zur Steigerung der Sicherheit angekündigt.

Apps müssen semi-aktuelles API-Target setzen
Android-Apps haben sowohl eine Minimum-Version als auch eine Target-Version, die von den Entwickler angegeben werden müssen. Das hat sowohl auf die Listung im Play Store als auch auf die verfügbaren APIs Auswirkungen. Ab dem 1. November müssen Apps mindestens eine Target-Version angeben, die nicht älter als zwei Generationen ist. Wenn also im November Android 13 verfügbar ist, müssen die Apps mindestens Android 11 ansteuern.

Tun sie das nicht, stellt sich der Google Play Store quer und wird die App für alle neuen Nutzer nicht mehr anzeigen und auch bei Nutzung eines Direktlinks die Installation nicht mehr erlauben. Es ist quasi eine vollständige Vertriebs-Blockade für neue Nutzer. Neu bedeutet, dass die Nutzer die App bisher nicht installiert hatten.




Starting on November 1, 2022, existing apps that don’t target an API level within two years of the latest major Android release version will not be available for discovery or installation for new users with devices running Android OS versions higher than apps’ target API level. As new Android OS versions launch in the future, the requirement window will adjust accordingly.

Für die Nutzer, die die App bereits installiert hatten, ändert sich nichts. Sie können die App weiterhin finden, aktualisieren und bei Bedarf auch erneut herunterladen. Wer also eine alte App einsetzt, die schon seit längerer Zeit nicht mehr aktualisiert wird, muss sich keine Sorgen machen. Alles andere wäre wohl auch über das Ziel hinausgeschossen und würde einen Sturm der Entrüstung auslösen. Denn alt muss nicht schlecht sein. Vielleicht unsicher, aber keinesfalls schlecht.

The rationale behind this is simple. Users with the latest devices or those who are fully caught up on Android updates expect to realize the full potential of all the privacy and security protections Android has to offer. Expanding our target level API requirements will protect users from installing older apps that may not have these protections in place.

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[Android Developers Blog]


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