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Google Chrome OS: Verkaufszahlen der Chromebooks explodieren – Coronakrise sorgt für starkes Wachstum

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Googles Betriebssystem Chrome OS hat schon einige Jahre auf dem Buckel und wurde in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Dennoch steht das Betriebssystem und die gesamte Chromebook-Kategorie nach wie vor im Schatten der beiden großen Desktop-Betriebssysteme, was sich aber möglicherweise langsam ändert. Aus informierten Kreisen heißt es nun, dass die Coronakrise zu einem exponentiellen Anstieg der Verkaufszahlen geführt hat und die Plattform immer attraktiver wird.


Auch wenn Chrome OS noch keine hohen Marktanteile neben Windows und Mac OS erzielen konnte, kann man es nicht mehr unbedingt als Nischen-Betriebssystem bezeichnen. Bisher lagen die Stärken vor allem auf dem US-Bildungsmarkt, in dem es Google sogar gelungen ist, an Microsoft und Apple vorbeizuziehen. Aber eben auch nur dort. Langsam aber sicher merken aber immer mehr Nutzer, dass die Chromebooks zu einer echten Alternative geworden sind, die noch dazu deutlich günstiger zu haben ist.

Der Auftragsfertiger Quanta Computer ist der größte Laptop-Hersteller weltweit und gleichzeitig einer der größten Chromebook-Produzenten – hat also einen tiefen Einblick in diesen Markt. Aus Unternehmenskreisen heißt es nun, dass die Verkaufszahlen der Chromebooks seit Ende März exponentiell angestiegen sind und vermutlich bis Jahresende weiter im zweistelligen Bereich wachsen werden. Die neue Popularität der Chromebooks soll dazu geführt haben, dass Zulieferer wie Intel derzeit nicht genügend Komponenten liefern können.

Die gesamte Auslieferungsmenge von Quanta soll um 10 Prozent gestiegen sein, was sehr eindeutig zeigt, dass Chromebooks derzeit stärker wachsen als die Windows-Laptops. Relativ gesehen ist das natürlich keine Überraschung, aber dennoch sieht der Hersteller ein größeres Wachstum für die Chromebooks in den nächsten Jahren. Als Grund vermutet man die Coronakrise, die weltweit zu einer erhöhten Nachfrage nach Laptops (für Schüler oder neue Home Officeler) geführt hat. Und weil gerade in der aktuellen Zeit zwei Mal auf das Preisschild geschaut wird, ist die sprunghafte Popularität der Chromebooks nicht verwunderlich.

Die kritische Masse wird Chrome OS wohl noch lange nicht erreichen, aber je mehr Menschen nun mit einem Chromebook zufrieden sind, desto mehr Fahrt kann die gesamte Kategorie aufnehmen. Gut möglich, dass es in einigen drei statt zwei große Desktop-Betriebssysteme gibt. Und das übrigens auch in Europa, wo Chromebooks derzeit tatsächlich noch eine echte Nische sind.

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[Digitimes]


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