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Google Home (Mini): Nutzer berichten von schweren Problemen und defekten Geräten nach Firmware-Update

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In der letzten Woche hat Google den neuen Nest Mini Smart Speaker vorgestellt, aber auch die „alte“ Version wird nach wie vor regelmäßig mit Updates versorgt, die dem Gerät neue Funktionen beibringen, Lücken stopfen oder vielleicht auch an der Performance schrauben. Offenbar kommt es in jüngster Vergangenheit aber immer häufiger vor, dass bei diesem Update etwas schiefläuft und das Gerät anschließend nur noch als Briefbeschwerer taugt. Zeitgleich wird bekannt, dass sich Smart Speaker leicht zum Phishing missbrauchen lassen.


Smart Speaker erfreuen sich sehr großer Popularität und auch Google hat seinen Teil dazu beigetragen, dass sich die Geräte in Windeseile in vielen Wohnzimmern verbreiten konnten. Google schiebt das mit dem Nachfolger und auch dem neuen Nest Wifi mit Smart Speaker-Funktion weiter an, was aber auch für neue Probleme sorgen kann. Erst vor wenigen Tagen hat Googles Hardware-Chef höchstselbst verkündet, Gäste vor Smart Speakern zu warnen. Nun muss man auch die Besitzer warnen, dass die Geräte sehr anfällig sein könnten.

Firmware-Updates sind eigentlich eine feine Sache und Google hat die Home Mini Smart Speaker schon häufig mit Updates versorgt, die normalerweise vom Nutzer kaum bemerkt werden oder gar Verbesserungen im Gepäck haben. Doch bereits seit Anfang des Jahres gibt es vereinzelt Berichte darüber, dass ein solches Update schiefläuft und das Gerät unbrauchbar macht. Was bisher Einzelfälle waren, scheint sich in den letzten Wochen zu häufen.

Nicht wenige Nutzer berichten davon – und posten auch Fotos – dass die Smart Speaker ihren Dienst nach dem Update versagen und auf keine Eingaben mehr reagieren. Das Problem äußert sich aber auch dadurch, dass alle vier LEDs dauerhaft weiß leuchten, sowohl beim kleinen Home Mini als auch beim originalen drei Jahre alten Google Home. Auch wenn das Gerät faktisch eingeschaltet ist, scheint es an irgendeiner Stelle festzuhängen und ist dadurch auch nicht mehr in der Lage, ein weiteres Update zu ziehen oder einen Reset durchzuführen.

Einigen Nutzern soll es gelungen sein, dass Gerät zurückzusetzen und durch ein erneutes Update wiederzuverwenden, aber so viel Glück hatten längst nicht alle. Viele haben nun einfach einen hübschen leuchtenden Briefbeschwerer.



Der Google-Support hatte mehrfach vermeldet, dass es für das Problem keine Lösung gibt und das gerät ausgetauscht werden muss. Die große Frage ist natürlich, wer das bezahlen soll. Innerhalb der Garantie keine Frage, aber darüber hinaus? Faktisch hat das von Google ausgelieferte Update das Gerät in die ewigen Jagdgründe geschickt, aber dennoch soll sich der Support wohl laut vielen Nutzern querstellen und ein Ersatzgerät außerhalb der Garantiezeit ablehnen.

Google mag im Recht sein, aber da man ohnehin seit längerer Zeit Google Home Mini in Massen verschenkt, hätte man vielleicht kulantere Lösungen finden können. Wie viele Nutzer betroffen sind, lässt sich schwer sagen, aber die Threads beim Google-Support oder auch bei Reddit sind gut gefüllt und nach wie vor gibt es neue Fälle. Das bedeutet natürlich auch, dass es nicht unbedingt am Update selbst liegt, sondern eher an der Verarbeitung desgleichen.

UPDATE
» Google Home: Google tauscht defekte Smart Speaker nach fehlerhaftem Firmware-Update nun doch aus

Siehe auch
» Google Assistant: Sicherheitsforscher demonstrieren Smart Home-Phishing mit Smart Speakern (Videos)

» Google Maps: Local Guides bekommen einen Hörbuch-Gutschein für Google Play Books geschenkt

[9to5Google]


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