Die Kartenplattform Google Maps mit ihren nahezu endlosen Möglichkeiten zum Entdecken fremder Orte wird rund um den Globus geschätzt – von den Satellitenfotos über Nutzerbilder bis hin zu den Streetview-Aufnahmen. Doch in Deutschland scheint diese Popularität eher eine Einbahnstraße zu sein, denn schon sehr bald könnte der seit jeher bestehende Streetview-Flickenteppich auch für Satellitenfotos gelten.
Die Meldung ist in dieser Woche gefühlt ein wenig untergegangen, doch sie kann noch gewaltige Folgen haben, deren zukünftiges Ausmaß sich kaum überblicken lässt: Ein deutsches Gericht hat geurteilt, dass Google Maps die Satellitenfotos von Privatgrundstücken verpixeln muss, wenn mindestens ein Bewohner dies beantragt. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, hat es die gleiche Bedeutung wie die Streetview-Verpixelung – langfristig vielleicht in noch größerem Umfang.
Über die Details zu diesem Fall und dem Urteil könnt ihr in diesem Artikel nachlesen, damit werden wir uns dann noch einmal ausführlich beschäftigen, wenn es tatsächlich rechtskräftig wird – wonach es Stand Heute aussieht. Google müsste allen Menschen, die in Deutschland leben, die Möglichkeit einräumen, das Satellitenfoto von ihrem Wohnhaus (egal ob EFH oder MFH) zu verpixeln. Und dabei endet das gar nicht beim Gebäude, sondern das gilt für das gesamte Grundstück. Auch im Garten könnte man ja „interessante“ Dinge haben.
Was in extremen Einzelfällen sicherlich hilfreich sein kann, kann gerade in Deutschland bekanntlich gewaltige Ausmaße annehmen. Unvergessen die damalige Streetview-Hysterie, nach der Google Maps zehn Jahre lang keine neuen Aufnahmen mehr in Deutschland angefertigt hat. Aber auch heute noch ist die Verpixelung in Deutschland enorm, sodass man kaum durch Straßenzüge schlendern kann, ohne einer Verpixelung bzw. verschwommenen Häusern zu begegnen.
Deutschland wird zum digitalen Flickenteppich
Problematisch ist, dass die Verpixelung für ganze Gebäude und Grundstücke gilt. Fordert ein Bewohner eines MFH die Verpixelung, gilt das für alle – gerade in Städten mit Dutzenden oder in Wohnblöcken vielleicht Hunderten Wohnungen kann das schnell problematisch werden. Schon bei den Häuserfronten ist es unschön, doch bei Satellitenfotos ist das Ausmaß deutlich größer. Denn Streetview ist „nur“ ein Bonus, während die Satellitenfotos der Orientierung dienen. Mit vielen Pixel-Wolken wird das ungleich schwerer.
Interessant ist, dass zum Teil auch Städte und Gemeinden selbst solche Von-Oben-Aufnahmen anbieten. Müssen diese für die Allgemeinheit zugänglichen Daten dann ebenfalls verpixelt werden? Wenn ja, sind sie für das Gesamtbild nichts mehr wert. Wenn nicht, wäre eine Verpixelung in Google Maps noch absurder.
Bei der ganzen Geschichte darf man nicht vergessen, dass die Satellitenbilder nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern oftmals auch sehr praktische Zwecke haben. Sie kommen unter anderem für die Navigation zum Einsatz, für Wegbeschreibungen, zu Planungszwecken und mehr.
Hoffen wir, dass der Kläger aus Frankfurt nicht eines Tages bemerkt, dass auch in der Kartenansicht 3D-Gebäude zu finden sein können…
| # | Vorschau | Produkt | Preis | |
|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
Diercke Weltatlas - Ausgabe 2023: Schulatlas für alle Bundesländer außer Bayern |
36,50 EUR |
Bei Amazon kaufen |
| 2 |
|
Diercke Weltatlas - Ausgabe 2023 für Bayern |
35,50 EUR |
Bei Amazon kaufen |
| 3 |
|
Anatomic Bau 500 - EN ISO 20345 S3 - W10 - Gr. 43, Schwarz | 99,90 EUR 89,25 EUR | Bei Amazon kaufen |
| 4 |
|
KUNTH Weltatlas Der neue Atlas der Welt: Mit vollständigem Länderlexikon und den spannendsten... |
34,95 EUR |
Bei Amazon kaufen |
Letzte Aktualisierung am 7.10.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.