Google hat vor wenigen Tagen das Pixel 11 Pro Fold auf den Markt gebracht, das so wie viele andere Geräte nicht nur zahlreiche Reviews, sondern auch einen Härtetest durchlaufen hat. Dabei hat sich leider ein vorhersehbares Ergebnis gezeigt, denn erneut ist das Foldable mit reiner Menschenkraft nicht nur zerbrochen, sondern regelrecht auseinandergefallen. Warum tut Google nichts dagegen?
Faltbare Smartphones heben sich nicht nur funktionell von ihren statischen Brüdern ab, sondern auch strukturell. Das aufgeklappte Gerät ist meist dünner, die mechanisch Komponente ist eine Schwachstelle und sollte natürlich nicht zur Sollbruchstelle werden. Dass auch faltbare Geräte durch einen Härtetest gelangen und den Biegetest überleben können, machen Hersteller die Samsung schon seit Jahren vor. Siehe dazu meinen Artikel über das Samsung Galaxy Fold im Härtetest. Bei Google sieht das hingegen anders aus.
Das erste Google-Foldable, das Pixel Fold, ist im Härtetest zerbrochen. Der Nachfolger, das Pixel 9 Pro Fold, ist im Härtetest zerbrochen. Das letztjährige Modell, Pixel 10 Pro Fold ist im Härtetest zerbrochen und explodiert. Das brandneue Flaggschiff Pixel 11 Pro Fold ist im Härtetest zerbrochen. Dass der Akku nicht wieder explodiert ist, kann man schon als sarkastischen Fortschritt sehen. Doch dafür ist das aktuelle Foldable regelrecht auseinandergefallen. Schaut euch einmal das Video an.
Das Fatale daran ist, dass diese Bruchstellen vorhersehbar waren. Denn Google hat die Antennenlinien an der denkbar ungünstigsten Stelle positioniert. Diese sind nun einmal eine Lücke im Rahmen und gefährden die Stabilität. So lange man die Antennenlinie nicht an anderer Stelle positioniert, wird das Smartphone immer wieder zerbrechen. Dass es anders geht, macht die Konkurrenz vor und ich könnte mir vorstellen, dass auch das über viele Jahre entwickelte erste iPhone-Foldable nicht dermaßen zerbrechen wird.
Man muss sich wirklich fragen, warum Google nichts an der Struktur ändert. Jedes Jahr entwickel man ein neues Scharnier, nimmt zahllose Änderungen vor und verlangt mittlerweile mehr als 2.000 Euro UVP für das Gerät. Man täte sicherlich sehr gut daran, die Position der Antennen zu verändern, um endlich den medialen Fokus auf die Stärken und nicht die strukturellen Schwächen zu lenken.
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