Google hat die Nutzungsdauer der Pixel-Smartphones in der Theorie durch die lange Update-Garantie stark erhöht, was den ökologischen Fußabdruck deutlich verringert. Jetzt hat man ein interessantes Projekt vorgestellt, bei dem ausgediente Pixel-Smartphones noch ein zweites Leben erhalten sollen: Sie werden zu Server-Clustern zusammengefasst, die noch einige Jahre gute Dienste leisten können.
Elektrotechnik ist meist nicht wirklich nachhaltig, selbst wenn diese korrekt entsorgt werden, um einige Komponenten oder Materialien zurück in den Kreislauf zu bringen. Das weiß man auch bei Google und arbeitet jetzt gemeinsam mit der Universität in San Diego an einem interessanten Projekt: Man will die Mainboards ausgedienter Pixel-Smartphones entnehmen und diese im Verbund zu Cloud-Servern zusammenschließen. Damit erhalten diese ein neues Leben, bis es wirklich nicht mehr geht.
Im Rahmen des Projekts baut man derzeit ein Cloud-Rechenzentrum, das mit den Mainboards von 2000 alten Pixel-Smartphones arbeitet. Dieses soll laut Google eine Leistung entfalten, wie sie etwa 50 herkömmliche Server erbringen können. Dieses Cluster soll ab Herbst Rechenleistung für Universitäts-Aufgaben bringen und nicht nur die Kosten reduzieren, sondern vor allem den CO2-Fußabdruck. Denn es müssen keine neuen Server angeschafft und gleichzeitig die alten Smartphones nicht mehr entsorgt werden.
Ein echtes Geschäftsmodell dürfte daraus wohl nicht werden, denn dafür ist der Aufwand zu hoch und die Ersparnisse zu gering, doch für das grüne Image könnte Google eventuell beschädigte Smartphones aus dem Kundendienst regelmäßig spenden. Auch die durch Eintauschboni massenhaft gesammelten Smartphones könnte man in der ersten Runde noch verkaufen und in einer zweiten Runde vielleicht einem solchen Zweck zuführen.
In jedem Fall ein interessantes Projekt, denn die allermeisten Smartphones können auch nach vielen Jahren noch ihre volle Leistung bringen. Nur weil das Display beschädigt, die Hülle zerkratzt oder der Akku am Ende ist, hat der SoC und oft noch die volle Power und wird unnötig entsorgt. Mehr Infos zu diesem Projekt findet ihr direkt im Google Research-Blog.
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