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Google Chrome: Das Aus für viele Werbeblocker – neue Version blockiert die populären Adblocker endgültig

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Der Browser Google Chrome hält seit Jahren mit riesigem Abstand die Marktführerschaft und hat entsprechend großen Einfluss auf den Browsermarkt und das gesamte Web. Jetzt hat man ein zeitnahes Updates angekündigt, das schon vorab für Diskussionen gesorgt hat und sicherlich auch nach dem Rollout noch sorgen wird: Mit der kommenden Version werden viele populäre Werbeblocker weitestgehend blockiert.


Für viele Menschen gehört die Installation eines Werbeblockers zu den ersten Amtshandlungen nach der Browser-Einrichtung. Das ist das gute Recht jedes Nutzers, hat in der großen Masse aber natürlich sehr spürbare Folgen für das gesamte Web. Über das Für und Wider von Werbeblockern habe ich hier im Blog schon häufig geschrieben, als direkt Betroffener natürlich aus subjektiver Sicht. Natürlich sind Werbeblocker auch für Werbegigant Google ein riesiges Problem.

Umso größer fiel die Kritik aus, als man schon vor zwei Jahren ein neues Chrome-Manifest angekündigt hatte, dass die Arbeit von Werbeblocker-Extensions weitestgehend unmöglich macht. Zwischen Ankündigung und Rollout verging viel Zeit, doch irgendwann ist die Übergangsphase vorüber – und jetzt ist es sehr bald so weit. Das bereits vor zwei Jahren angekündigte „Manifest V3“ ist bereits Standard und blockiert mit seinen Anforderungen die Arbeit der populären Werbeblocker.

In der Übergangsphase hat der Chrome-Browser auch weiterhin die Nutzung des Manifest V2 ermöglicht, erst nativ, später mit einer Reihe von Flags. Jetzt hat man die zeitnahe Deaktivierung dieser Flags angekündigt. Das bedeutet, dass das Manifest V2 in Kürze endgültig aus dem Browser entfernt wird und die darauf basierenden (und angewiesenen) Erweiterungen nicht mehr verwendet werden können. Konkret geht es um das Flag ExtensionManifestV2Disabled, das mit der Version 150 (ab 30. Juni) entfernt wird und die drei restlichen Flags ExtensionManifestV2Unsupported, ExtensionManifestV2Availability und AllowLegacyMV2Extensions werden mit der Version 151 im Juli aus dem Browser gestrichen.




MV2-Erweiterungen sind in keiner unterstützten Chrome-Version mehr zulässig. Wir stellen die Unterstützung für diese Erweiterungen und die zugehörigen Funktionen ein. Aufgrund der Komplexität, der damit verbundenen technischen Altlasten und der Sicherheitsrisiken (wir haben in letzter Zeit einige MV2-spezifische Fehler entdeckt) können wir diese Funktionen nicht dauerhaft bereitstellen bzw. warten.

Sobald das umgesetzt ist, werden sich populäre Werbeblocker wie etwa uBlock Origin nicht mehr auf gewohntem Weg nutzen lassen. Das bedeutet nicht, dass Google Chrome frei von Werbeblockern wird, doch deren Arbeit wird so weit verunmöglicht, dass die bisherige Qualität nicht gehalten werden kann. Als Ersatz hat Google selbst schon vor Jahren einen eigenen Werbeblocker in Chrome integriert, der zu aufdringliche oder zu sehr Ressourcen-fressende Werbeanzeigen entfernt.

Damit endet die Ära der klassischen Adblocker in Google Chrome endgültig. Dennoch weist man darauf hin, dass andere Chrome-basierte Browser wie Microsoft Edge oder Opera die Unterstützung weiterhin verwenden und selbst pflegen können. Ob sie das tun, steht wieder auf einem anderen Blatt. Ganz im Gegensatz dazu hat kürzlich Mozilla angekündigt, einen Werbeblocker in Firefox zu integrieren.

[9to5Google]

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