Viele Nutzer kennen das: Auf magische Weise landet man im Chrome-Browser auf einer der großen Social Media-Seiten und kann sich durch die interessanten Inhalte kaum noch davon lösen. Eine neue Chrome-Erweiterung will Nutzern jetzt bei diesem durchaus ernsthaften Problem helfen und begegnet diesem vielleicht mit der richtigen Medizin: Humor und Katzen-Content.
Social Media-Sucht ist ein ernsthaftes Problem, unter dem sehr viele Menschen leiden – und den meisten ist es vermutlich nicht einmal bewusst. Natürlich kann man sich darüber ärgern, wenn man schon wieder 15 Minuten, eine halbe Stunde oder gar eine Stunde durch die Streams gescrollt ist und eigentlich nichts sinnvolles getan hat. Noch ärgerlicher ist es, wenn man eigentlich andere Dinge zu erledigen hätte.
Es gibt viele Apps und vermeintliche Lösungen für dieses Problem, auch die Netzwerke selbst bieten gut versteckt in Untermenüs die Möglichkeit, die Nutzungsdauer zu begrenzen – doch die Wirkung dürfte schnell verpuffen. Eine neue Chrome-Erweiterung versucht es jetzt auf witzige Weise, die vielleicht sehr viel besser funktioniert: Diese überwacht die Nutzung der meistgenutzten Social Networks von Facebook über X und TikTok bis YouTube und kann nach einer voreingestellten Zeit die Nutzung sperren.
Die Sperre erfolgt aber nicht etwa durch einen Fehler-Bildschirm oder sonstige blinkende Warnmeldungen, sondern setzt auf Cat-Content. Nach Ablauf der Zeit läuft eine Katze in das Bild und legt sich in voller Größe des Browserfensters über den Inhalt. Die dahinterliegende Webseite ist nicht mehr nutzbar, die Katze lässt sich nicht vertreiben und es gibt einen Countdown bis zur Freischaltung.
Das Ganze ist witzig umgesetzt und lässt sich durch einen einfachen Reload oder gar die Weiternutzung in einem anderen Tab problemlos umgehen. Aber es geht auch gar nicht um eine echte Sperre – schlussendlich betrügt man sich damit nur selbst. Stattdessen ist es eine witzige Form, sich selbst daran zu erinnern, dass man gerade schon wieder versunken ist. Wem die Katze häufiger am Tag begegnet, könnte so vielleicht ins Grübeln kommen.
Wie schlimm es mit dieser Sucht ist, zeigt sich übrigens an den Voreinstellungen: Standardmäßig taucht die Katze erst dann auf, wenn ihr 60 Minuten (!) durch die Streams gescrollt seid und verschwindet schon nach einer Minute wieder. Probiert das doch einfach einmal aus, wenn ihr euch das eine oder andere Mal über euch selbst ärgert – es kann Wunder wirken.