Google erweitert den Umfang des KI-Modells Gemini in alle Richtungen und dürfte auch in der kommenden Wochen sehr viele Neuerungen ankündigen – unter anderem im Bereich der KI-Agenten. Jetzt zeigt uns ein Leak den neuen KI-Agenten Gemini Spark, der den Nutzern für viele Aufgaben zur Verfügung stehen soll. Auf ersten Screenshots zeigen sich die Funktionen und die Umsetzung.
Google hat schon vor einigen Monaten verraten, dass man sehr stark auf KI-Agenten setzen wird, die als Erweiterung der KI-ChatBots auch längerfristige und wiederkehrende Aufgaben erledigen können. Sie können Dinge überwachen, permanente Automatismen ausführen oder Aufgaben erledigen, die einen langen Zeitraum benötigen. Als Beispiele nennt man immer wieder die Preisüberwachung beim Onlineshopping oder auch Benachrichtigungen bei neuen Entwicklungen zu bestimmten Themen.
Jetzt zeigt sich der KI-Agent Gemini Spark in einer geleakten Beta-Version der Gemini-App. Dieser steht direkt in der App als zusätzlicher Eintrag zur Verfügung (siehe die unten eingebundenen Screenshots) und kann von den Nutzern über das gewohnte Prompt- und Chatfeld gesteuert werden. Spark unterscheidet sich damit kaum vom Haupt-ChatBot oder den Gems und macht eher im Hintergrund den Unterschied.
Die ersten gezeigten Aufgaben von Spark sind es, den Posteingang der Nutzer zuverlässig aufzuräumen, in dem Newsletter zusammengefasst, erledigte E-Mails archiviert und Mailinglisten abgemeldet werden. Oder es lassen sich Übersichten von wichtigen Besprechungen erstellen und als dritte Variante nennt man, dass ein News-Thema verfolgt werden kann. Spark wird bei neuen Entwicklungen entsprechend proaktiv informieren.
Spark erhält vollen Datenzugriff
Um diese Aufgaben umzusetzen, soll Spark umfangreichen Zugriff auf die Daten der Google-Nutzer haben: Spark kann Informationen aus Quellen wie verbundenen Apps abrufen, auf Chats, Aufgaben und besuchte Webseiten zugreifen, die Personal Intelligence nutzen, den aktuellen Standort und mehr. Bei Bedarf, falls eine Drittanbieter-App bedient werden muss, kann es auch Informationen wie den Namen, Kontaktdaten, ausgewählten Dateien, Einstellungen und Informationen mit Dritten teilen.
Weil Spark schnell zu einem mächtigen Tool werden kann, warnt Google davor, dass es sich um eine experimentelle Erweiterung handelt. Die Nutzer sollen Gemini Spark beaufsichtigen und sich insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Medizin, Rechtliches oder Finanzen nicht auf das Tool und die Angaben verlassen.
Wir erwarten, dass Gemini Spark in der kommenden Woche zur Google I/O offiziell vorgestellt werden wird. Es wäre nach der Gemini Intelligence (siehe unten) die zweite große Erweiterung der KI innnerhalb weniger Tage.