Google hat in dieser Woche das Pixel 10a vorgestellt, das als Budget-Ableger der erfolgreichen Pixel 10-Smartphones die eher preisbewussten Nutzer ansprechen soll. Wie erwartet hatten sich alle Leaks im Vorfeld als zuverlässig erwiesen, sodass es keine großen Überraschungen gegeben hat. Das steht allerdings auch stellvertretend für das gesamte Gerät, dessen Zielgruppe wohl gar nicht so groß ist.
Das Portfolio der Pixel-Smartphones teilt sich schon seit längerer Zeit in zwei Bereiche auf: Die Flaggschiffe in mehreren Varianten, die vom Spätsommer in den Sommer gewandert sind sowie die Budget-Geräte, die vom Frühjahr in den Winter gewandert sind – so wie das vor wenigen Tagen vorgestellte Pixel 10a. Die günstigen Geräte sind dabei stets die Budget-Ableger der im Vorjahr vorgestellten großen Generation.
Das neue Pixel 10a ist dementsprechend der günstige Ableger der Pixel 10-Smartphones und soll deren Technologien und Leistungen noch einmal in die Budget-Schiene bringen, bevor sich die Blicke dann irgendwann schon in Richtung Pixel 11 richten. Das hat in jedem Jahr gut funktioniert, doch mit dem neuen Smartphone scheint Google zumindest strategisch kein gutes Argument für dessen Existenz zu haben.
Pixel 10a = Pixel 9a
Das Pixel 10a entspricht bis auf sehr wenige Details, die kaum relevant sind, dem Vorgänger Pixel 9a. Das Pixel 10a ist für 549 Euro zu haben, das Pixel 9a je nach Aktion für unter 400 Euro. Ein praktisch baugleiches Gerät, bei dem der größte Unterschied die Frage ist, ob man sechs Jahre oder sieben Jahre Updates wünscht. Ich denke, dass sich viele Nutzer eher für die +150 Euro entscheiden, die sie durch den Kauf der Vorgeneration einsparen und sich für das Geld vielleicht noch die neuen Pixel Buds 2a Kopfhörer holen.
Pixel 10a oder Pixel 10?
Aber nicht nur das Pixel 9a ist ein großer Konkurrent des Pixel 10a, sondern ausgerechnet auch der große Bruder. Je nach aktuellen Aktionen bekommt man für nur 50 Euro mehr (!) statt dem Pixel 10a ein Pixel 10. Jetzt gibt es sogar das Pixel 10 für 573 Euro – das sind nur 24 Euro mehr als für das Pixel 10a. Dieses verfügt über einen besseren SoC, eine sehr deutlich stärkere Kamera, ein größeres Display und über eine verbesserte Ausstattung in allen Bereichen. Es gibt kaum einen vernünftigen Grund, sich ein Pixel 10a zu kaufen, wenn das Pixel 10 mal wieder in Aktion ist – was es seit Wochen praktisch permanent ist.
Das wichtigste Argument für die a-Serie war es stets, dass die Leistung der teuren Flaggschiffe in die günstige Schiene kommt. Doch in diesem Jahr ist die Preisdifferenz so gering wie schon lange nicht mehr und gleichzeitig ist die Leistungsdifferenz so groß wie schon lange nicht mehr. Der Stillstand des Pixel 10a im Vergleich zum Vorgänger tut dem Smartphone nicht gut und vielleicht rückt das die Gerüchte einer temporären Einstellung der Budget-Serie noch einmal in ein neues Licht. Das Pixel 10a kann man den Ingenieuren fast schon als Arbeitsverweigerung auslegen.
Auch bei Google scheint man keine großen Hoffnungen in das Pixel 10a zu haben. Die Ankündigung per Blogpost flog unter dem Radar, mit Ausnahme der per kostenlosen Testgeräten „bezahlten“ Medien hat es das Smartphone kaum in die Meldungen geschafft und selbst die Pressemitteilungen hatten veraltete Blogposts verteilt, die sich nicht auf das Smartphone bezogen hatten. Die geringe Investition in das Gerät zog sich also bis durch das Marketing. Bleibt abzuwarten, ob in Zukunft Verkaufszahlen bekannt werden und wie diese aussehen.
Letzte Aktualisierung am 21.02.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.