Die Kartenplattform Google Maps hat im Laufe der Jahre eine riesige Datensammlung aufgebaut, die zu vielen Orten dieser Welt Informationen, Fotos, Bewertungen und zusätzliche Details bereithält. Jetzt scheint man diesen Datenschatz vor unberechtigten Zugriffen schützen zu wollen und schränkt den Zugriff ein. Der Umfang wird für ausgeloggte Nutzer massiv zurückgefahren.
Viele Nutzer dürften Google Maps nicht nur für die schnelle Zugänglichkeit schätzen, sondern auch wegen des großen Datenumfangs und oftmals überraschend aktuellen Informationen. Das gilt seit dieser Woche aber nur noch dann, wenn die Kartenplattform von Google-Nutzern verwendet wird, während es im ausgeloggten Zustand plötzlich sehr viel weniger zu sehen gibt. Wir hatten bereits über die massiven Einschränkungen von Google Maps berichtet, den in diesen Tagen alle „Inkognito-Nutzer“ zu sehen bekommen bzw. nicht zu sehen bekommen.
Ruft man die Kartenplattform ohne Login in das Google-Konto auf, wird seit dieser Woche eine eingeschränkte Version ausgespielt. Diese hält nur noch Standardinformationen wie Adressen und natürlich die unterschiedlichen Kartenlayer bereit. Auch Öffnungszeiten und ähnliche Details sind noch vorhanden. Doch Inhalte wie Fotos, Videos, Streetview-Aufnahmen oder auch Bewertungen sind nicht mehr zugänglich. Nutzer werden darauf hingewiesen, sich für den vollen Funktionsumfang einzuloggen.
Dieser Schritt ist sehr überraschend, aber nicht unbedingt ungewöhnlich. Man muss nur bedenken, wie viele Produkte vom Kaliber eines Google Maps ohne Login nutzbar sind – die Anzahl ist sehr überschaubar. Auch wenn für viele Funktionen kein Login notwendig wäre, sehen es doch alle Dienste gerne, wenn die Nutzer eingeloggt sind. Aufgrund von Googles Reichweite dürften die allermeisten aber wohl ohnehin permanent eingeloggt sein.
Schutz vor Datensaugern?
Ein Grund für diese Einschränkung dürfte es wohl sein, dass man den eigenen Datenschatz vor anderen Plattformen oder KI-Agenten schützen will. Google Maps hat eine gewaltige Datenbasis, die im Laufe der Jahre durch das Unternehmen und die Community aufgebaut wurde, von der man natürlich nur selbst profitieren und die Konkurrenz nicht mitnaschen lassen will. Der Schutz dürfte vor allem vor Datensaugern wie KI-Agenten aufgebaut werden. Eine ähnliche Problematik, wie sie etwa Wikipedia hat – nur mit völlig anderen Vorzeichen und geschäftlichen Interessen.
Dass es Google Maps um den Schutz der Daten geht, zeigt sich daran, dass man die exklusiven Informationen für den Zugriff sperrt. Die Bilder, die Videos, Streetview-Aufnahmen und Nutzerbewertungen sind etwas, das man nicht kaufen kann. Viele weitere Informationen sind mehr oder weniger frei zugänglich und können auch an anderer Stelle abgerufen werden. Es sind die eigenen Inhalte, die den Unterschied ausmachen.
Die allermeisten Nutzer werden das gar nicht bemerken, weil sie sowieso dauerhaft eingeloggt sind. Ob Google Maps diese Einschränkung als Testlauf sieht oder permanent aufrecht erhält, wird sich zeigen.
Letzte Aktualisierung am 21.02.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.