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Rudolf Weigl: Ein Google-Doodle zum 138. Geburtstag des Biologen – entwickelte Impfstoff gegen Fleckfieber

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Am heutigen 2. September hätte der polnische Biologe Rudolf Weigl bereits den 138. Geburtstag gefeiert und wird anlässlich dessen sowie seine Verdienste in der Medizin mit einem sehr schönen Google-Doodle geehrt. Rudolf Weigl entwickelte einen Impfstoff gegen das Fleckfieber und rettete im Zweiten Weltkrieg mehreren Tausend Menschen das Leben.


Das heutige Google-Doodle für Rudolf Weigl zeigt den Biologen bei der Arbeit, mutmaßlich bei der Entwicklung des Impfstoffs gegen das Fleckenfieber. Wir sehen einen noch etwas jüngeren Rudolf Weigl, der in seinem Labor auch im Bereich Zoologie aktiv gewesen ist – wie auf den Bildern im Hintergrund sehr gut an den abgebildeten Insekten zu sehen ist. Vor allem die vergleichende Anatomie sowie Histologie gehörten zu seinen Schwerpunkten.

Im Doodle ist Rudolf Weigl selbst zu sehen, aber natürlich auch der Google-Schriftzug. Dieser befindet sich im Vordergrund und ist gut zu erkennen, drängt sich aber dennoch nicht auf: Das große ‚G‘ wird als Mikroskop dargestellt, die beiden folgenden ‚o‘ werden durch zwei Kolben angedeutet und das kleine ‚g‘ sowie das letzte ‚e‘ stehen offenbar als Kunstwerke auf dem Tisch Weigls. Das kleine ‚l‘ hat mal wieder seinen eigenen Auftritt und wird über das Reagenzglas in der Hand von Weigl dargestellt.

Das heutige Doodle wurde von den Google-Designern erstellt und ist neben Deutschland unter anderem in Polen, Ukraine, Griechenland, aber auch in Bulgarien, den USA, Indien, in einigen südamerikanischen Ländern und Australien. Details dazu findet ihr auf der dazugehörigen Doodle-Seite.




Rudolf Weigl wurde am 2. September in Przerów (Österreich-Ungarn, heutiges Tschechien) als Rudolf Stefan Jan Weigl geboren und hat allein schon aufgrund des Namens auch deutsche Wurzeln. Weigl studierte Naturwissenschaften, machte seinen Abschluss und promovierte in der Zoologie. Dort war er vor allem in der vergleichenden Anatomie sowie der Histologie aktiv – was auch im obigen Doodle abgebildet ist. Außerdem forschte er als Privatdozent im Bereich der Zellen im Transplantationswesen.

Im Ersten Weltkrieg wurde er als Wissenschaftler einberufen und forschte im epidemologischen Bereich unter anderem am Fleckenfieber. Noch während des Weltkriegs entwickelte er einen Impfstoff gegen das Fleckenfieber, der allerdings nicht gegen die Krankheit schützte, sondern „nur“ den Verlauf deutlich abmilderte. Für seine Leistungen in verschiedenen medizinischen Bereichen war er vier Mal für den Medizin-Nobelpreis nominiert (1932, 1936, 1942 und 1946), hat diesen aber niemals erhalten.

Im Zweiten Weltkrieg rettete er mehreren Tausend Menschen das Leben:

Seinen Fleckfieberimpfstoff, der zwar keine Immunität erzeugte, aber zu einem deutlich milderen Verlauf bei Infektion führte, erhielten in den 1930er Jahren etwa acht Millionen Polen und Russen. Mit Eyer besprach Weigl 1942 die Dosierung des Impfstoffs im Menschenversuch. In diesem Zusammenhang rettete er zahlreichen Menschen (geschätzt wird die Zahl auf mehrere Tausende) das Leben, indem er ihre Arbeit als „kriegswichtig“ bezeichnete.

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[Wikipedia]


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