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Audre Lorde: Ein interaktives Google-Doodle zum 87. Geburtstag der Schriftstellerin – mit Besonderheiten (Galerie & Video)

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Am heutigen 18. Februar hätte die US-amerikanische Schriftstellerin Audre Lorde ihren 87. Geburtstag gefeiert und wird anlässlich dessen mit einem interaktiven Google-Doodle geehrt. Das Slideshow-Doodle gehört zur kleinen Serie des Black Lives Matter-Monats und besteht nicht nur aus der Ehrung der Schriftstellerin, sondern enthält auch eines ihrer berühmtesten Zitate. Hier findet ihr die Slideshow und ein Behind-the-Scenes-Video.


Google ehrt heute die US-amerikanische Schriftstellerin Audre Lorde mit einem eher außergewöhnlichen Slideshow-Doodle. Außergewöhnlich deswegen, weil man diesmal vertikal statt horizontal scrollt, was es nach meiner Erinnerung seit langer Zeit nicht mehr gegeben hat. Außerdem ist der Text auf den Bildern diesmal im englischen Original belassen und lediglich mit deutschen Untertiteln versehen. Ob das mangelnder Zeit geschuldet ist oder tatsächlich so gewollt war, lässt sich schwer sagen.

Hier eine kurze Galerie der einzelnen Slideshow-Bilder sowie ein Behind-the-Scenes-Video rund um das Doodle und das Leben von Audre Lorde.







Audre Lorde bezeichnete sich selbst als black lesbian feminist mother poet warrior (schwarz, lesbisch, Feministin, Mutter, Dichterin, Kriegerin).

Lorde arbeitete als Bibliothekarin, schrieb weiter und wurde ein aktiver Teil der homosexuellen Subkultur im Greenwich Village. Sie besuchte die Columbia University und erwarb 1961 den Master in Bibliothekswissenschaft. In dieser Zeit arbeitete sie als Bibliothekarin an der öffentlichen Bibliothek in Mount Vernon (New York). 1966 wurde Lorde leitende Bibliothekarin an der Town School Library in New York City, wo sie bis 1968 blieb. Ihre Gedichte wurden in den 1960er Jahren bereits regelmäßig veröffentlicht. Ein Wendepunkt war das Jahr 1968, als der National Endowment for the Arts ihr einen Zuschuss verlieh und das Tougaloo College sie zur poet in residence ernannte.

Lordes Gedichte wurden in den sechziger Jahren regelmäßig publiziert: In Langston Hughes’ 1962 New Negro Poets, USA, in mehreren ausländischen Anthologien und in schwarzen Literaturzeitschriften. In dieser Zeit war sie in der Bürgerrechtsbewegung, der Antikriegsbewegung und der Frauenbewegung aktiv. Ihr erster Gedichtband The First Cities (1968) wurde von der Poet’s Press herausgebracht und von Diane DiPrima, einer Freundin und früheren Klassenkameradin, lektoriert.

Dudley Randall, ein Dichter und Kritiker schrieb in einer Besprechung: „Lorde schwenkt keine schwarze Fahne, aber ihr Schwarzsein ist spürbar und gegenwärtig, es ist im Mark.“ Lordes zweiter Band Cables to Rage (1970), den sie überwiegend schrieb, als sie am Tougaloo College in Mississippi unterrichtete, handelte von Themen wie Liebe, Verrat, Geburt und der Komplexität der Kindererziehung. In dem Gedicht „Martha“ bejaht Lorde ihre Homosexualität: „we shall love each other here if ever at all.“ In späteren Büchern engagiert sie sich weiter für die Rechte von Lesben und Schwulen und für den Feminismus.

[Wikipedia]


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