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Google Podcasts: Entwickler sprechen über neue Funktionen, Zukunftspläne und Google Play Music-Aus

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Obwohl das Podcast-Konzept schon viele Jahre auf dem Buckel hat, scheint es erst in den letzten ein bis zwei Jahren den zweiten großen Durchbruch zu erleben – und auch Google greift nun mit der runderneuerten Podcasts-App auf diesem Markt an. Jetzt haben die Entwickler hinter der App in einer großen Fragerunde viele Themen aufgegriffen und auch verraten, welche Schwerpunkte man sich gesetzt hat und welche Themen als Nächstes auf der Liste stehen.



YouTube Music: Die Oberfläche wird umgebaut – Songs und Künstler werden neu organisiert (Screenshots)

Google Podcasts hat gerade erst ein großes Update erhalten und erstrahlt jetzt auf allen Plattformen im neuen Design, lässt aber immer noch viele Funktionen vermissen. Schon zu Beginn hatte Google von großen Plänen mit dem Podcast-Format gesprochen, doch bisher ist davon noch nichts zu sehen. Von den damals zwischen den Zeilen in Aussicht gestellten smarten Funktionen wie intelligenten Inhaltszusammenfassungen, in andere Sprachen übersetzte Podcasts oder Suche innerhalb der Audio-Streams ist man noch meilenweit entfernt.

Google Podcasts soll Inhalte vorschlagen
Das Problem mit Podcasts ist es, dass es – anders als bei Textmedien – keinen echten Anreißer gibt und man sich mindestens eine gesamte Episode anhören muss, um ein Inneres Like oder Dislike zu vergeben. Weil viele Menschen dafür aber keine Zeit und Lust haben, soll Google Podcasts zukünftig in irgendeiner Art und Weise erkennen können, was für den Nutzer interessant ist und was nicht. Wie das genau funktionieren soll, bleibt aber offen. Es ist allerdings eine Top-Priorität des Projekts.

This problem of deciding what to listen to when you aren’t already a fan of the show is a top focus of our user experience research team right now.



Google Podcasts soll schneller werden
Weil Google Podcasts keine Feeds unterstützt (ja, tatsächlich), kann es manchmal etwas dauern, bis neue Episoden in der App auftauchen. Das liegt einfach daran, dass Googles Algorithmen den Podcast erst einmal im Web entdecken und dann indexieren müssen – so wie jede andere Webseiten oder Bild innerhalb einer Webseite. Das ist bei Podcasts vielleicht nicht immer das beste Mittel, aber man möchte weiterhihn daran festhalten und stattdessen einfach nur den Prozess der Erkennung und Aufnahme in die Datenbank beschleunigen.

We do a lot of processing between when we discover a new episode and when that episode can be surfaced in the app. Though we try to surface the latest episodes for all shows as soon as possible, we’re aware that sometimes we don’t surface new episodes for existing shows as fast as we’d like. We’re actively working on this now and hope to have real improvements in the near future.

Einstellung von Google Play Music steht wohl bevor
Google Play Music ist aktuell nicht nur ein interner Konkurrent zu YouTube Music, sondern auch zu Google Podcasts. Darauf angesprochen gab es keine konkrete Antwort, sondern nur die Aussicht, dass sich das schon bald ändern wird. Entweder wird Play Music also die Podcasts-Funktion verlieren, was eher unwahrscheinlich ist, oder die Plattform wird komplett eingestellt. Und das soll „soon“, also schon bald, passieren. Weil die Ankündigung der Einstellung aber einen großen zeitlichen Vorlauf haben soll, könnten wir schon bald Neues erfahren.

I know this can be confusing. (On the product side, we get some misrouted feedback as well.) Unfortunately, we don’t have anything new we can share on this right now. Thanks for being patient. I’m hopeful we can give you a more satisfying answer soon, and I also hope you’ll keep pushing for more clarity here.

Mit dem letzten Update für YouTube Music hat sich der Player gerade wieder ein großes Stück an Google Play Music angenähert und mittlerweile sind alle wichtigen Kernfunktionen auch bei YouTube Music zu finden. Im Grunde wartet jeder nur noch auf die Ankündigung der Einstellung, auch wenn noch immer einige kleine Features nicht bei YouTube Music zu finden sind. Dass auch das Podcasts-Team über diesen sehr langen Prozess der Umstellung nicht glücklich ist, lässt sich eindeutig aus dem Statement herauslesen.



Im Verlauf der Fragerunde wurden auch noch einige weitere Dinge angesprochen, geklärt und klargestellt. Hier noch einmal in Kurzform, was ansonsten besprochen wurde und eine Aussicht auf weitere Änderungen bei Google Podcasts gibt.

  • Der Button zum Starten der Übertragung auf einen Cast-Empfänger soll bald auch auf der Player-Seite auftauchen und nicht mehr nur auf der Startseite der Podcast-Plattform zu finden sein.
  • Das Redesign der letzten Wochen hat ein Karussell eingeführt, in dem alle abonnierten Streams dargestellt werden. Einige Nutzer würden aber weiterhin das klassische Gitter mit allen abonnierten Inhalten bevorzugen. Das Team „denkt nun darüber nach“, was die beste Lösung für diese Anforderungen ist.
  • Viele Nutzer wünschen sich die Möglichkeit, einen RSS-Feed hinzufügen zu können, so wie es bei Podcasts eigentlich üblich ist. Google hat dies registriert und weiß, dass einige es für nützlich halten würden, möchte das aber auch in Zukunft nicht unterstützen. Warum? Man weiß es nicht…
  • URLs sollen verkürzt werden. Wenn eine Episode geteilt wird, ist der Link ein ellenlanger Text mit Parametern und IDs. Das soll sich bald ändern, in dem die URLs deutlich verkürzt werden. Luxus-Problem, aber sehr nett.
  • In der Webversion von Google Podcasts muss explizit die Abo-Seite aufgerufen werden, um alle abonnierten Inhalte zu sehen. Das soll sich bald ändern und die Darstellung der abonnierten Podcasts auch auf der Startseite erscheinen. Man hofft, dies bald umsetzen zu können.

YouTube Music: Die Oberfläche wird umgebaut – Songs und Künstler werden neu organisiert (Screenshots)

[9to5Google]


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