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Google Allo: So funktionieren der Inkognito-Modus und das Ablaufdatum für Nachrichten

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Nach dem Start von Duo in der vergangenen Woche und dem Rollout von Android Nougat sollte nun bald auch der Release vom Messenger Google Allo vor der Tür stehen. In den letzten Tagen gab es schon mehrere Leaks rund um den mit Spannung erwarteten Messenger, und auch heute hat AndroidPolice wieder DEtails zu einer einigermaßen revolutionären Funktion veröffentlicht: Der Inkognito-Modus mit der Möglichkeit Nachrichten mit Ablaufdatum zu versehen.


Google sollte sich ranhalten, wenn man zum Release von Allo noch etwas zum Ankündigen haben möchte, das noch nicht bekannt ist: In den letzten Tagen haben wir bereits einen Blick auf die verfügbaren Sticker bekommen, haben erfahren dass einzelne Nachrichten gelöscht werden können und haben auch Informationen zur Account-Anbindung und einiges mehr bekommen. Jetzt gibt es wieder eine ganze Flut an weiteren Details zum Inkognito-Modus.

Mit Allo bringt Google als einer der ersten großer Anbieter eine vom Browser bekannte Funktion in die Messenger-Welt: Den Inkognito-Modus. Natürlich kann man sich damit nicht anonym unterhalten – das würde in einem Messenger auch wenig Sinn machen – dafür kann man aber verhindern dass Nachrichten gespeichert bleiben. Man kann mit jedem beliebigen Nutzer einen Inkognito-Chat starten, der dann von einem möglichen anderen Chat abgetrennt ist und sich unter anderem durch den dunklen Hintergrund (siehe oben) abhebt.

Benachrichtigungen aus diesem Chat werden zwar auch im Betriebssystem angezeigt, zeigen aber keine Details an. Weder geht daraus hervor WER geschrieben hat noch WAS geschrieben wurde. Wer also das Smartphone nicht entsperren kann, kann auch mit der Benachrichtigung nichts anfangen. Auch im Allo-Hauptfenster selbst wird der Inhalt der letzten Nachrichten nicht angezeigt, sondern dazu muss jedes mal der Chat geöffnet werden. Dadurch soll zumindest grob sicher gestellt werden, dass niemand fremdes die Nachrichten lesen kann.



Das eigentliche Hightlight ist es aber, dass Nachrichten in diesem Chat ein Ablaufdatum haben können – so wie man es von Snapchat kennt. Beide Teilnehmer eines Chats können individuell einstellen, wie lange die folgenden Nachrichten zugänglich sein sollen. Dies gilt dann jeweils für alle weiteren Nachrichten, bis die Zeit wieder umgestellt wird. Die Nachrichten werden dabei nach 5 Sekunden, 10 Sekunden, 30 Sekunden, 1 Minute, 1 Tag oder 1 Woche gelöscht – sowohl beim Empfänger als auch beim Absender.

Obige Screenshot-Serie zeigt, dass eine Nachricht mittendrin verschwunden ist und auch nicht wiederherstellbar ist. Das bringt zwar einige weitere Probleme mit sich, da so einige Dinge aus dem Zusammenhang gerissen werden könnten, aber bei zwei Teilnehmern sollte das keine große Hürde sein. Ein Problem kann es aber z.B. sein, dass man so nicht mehr nachvollziehen kann ob eine Nachricht angekommen ist oder nicht, wenn sie selbst nicht mehr in der Übersicht zu sehen ist.



Wir dürfen gespannt sein wie sich diese Funktion im Alltag schlägt, aber nach derzeitigem Stand scheint sie etwas zu kompliziert zu sein, da ein Chat beliebig viele Nachrichten mit viele verschiedenen Ablaufdaten enthalten kann. Außerdem muss man sich auch die Frage stellen, was eine Text-Nachricht mit einem Ablaufdatum von 5 Sekunden für einen Sinn macht. Bei Bildern mag das vielleicht etwas anderes sein, aber beim Text reicht es vielleicht nicht einmal um den Sinn zu erfassen bzw. die Nachricht einmal zu lesen.

Ein weiteres Problem ist es auch, dass man nicht genau nachvollziehen kann WANN eine Nachricht gelöscht wird, da es weder einen Countdown noch einen sonstigen Hinweis darauf gibt. Die Nachricht ist nach dem Ablauf der Frist einfach und ohne Vorwarnung verschwunden, was vielleicht gerade für den Absender nicht unbedingt komfortabel ist. Aber wir dürfen gespannt sein, denn noch handelt es sich um eine Closed Beta, in der sich bis zum endgültigen Release noch alles ändern kann.

[AndroidPolice]


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