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Personalisierte Werbung: Google fragt alle Nutzer um Erlaubnis, das Werbe-Tracking auszuweiten

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Google liefert auf zwei getrennten Wegen Werbeanzeigen aus: Zum einen gibt es Anzeigen in Google-Diensten wie der Websuche und YouTube und zum anderen gibt es die AdSense-Anzeigen auf externen Webseiten. Beide System sind grundlegend voneinander getrennt und es findet kein Abgleich zwischen diesen beiden Welten statt – zumindest bis jetzt. Genau dies möchte Google nun ändern und bittet die Nutzer in den nächsten Tagen und Wochen um Erlaubnis.


Schon seit vielen Jahren zeigt Google über die My Account-Seite seinen Nutzern ganz transparent und umfangreich, welche Daten getrackt werden und wie das Profil des Nutzers aussieht. Erst gestern wurde der neue Bereich Meine Aktivitäten eingeführt, in dem das ganze auch noch einmal in aufbereiteter Form zu sehen ist. Jetzt sollen diese Daten auch auf externen Webseiten verwendet werden.

In den nächsten Tagen und Wochen wird Google die Nutzer um Erlaubnis fragen, ob die beiden bisher voneinander getrennten Werbesystem zusammengeführt werden dürfen. Dazu gibt es einen Verweis auf die neuen Werbe-Einstellungen, in denen explizit festgelegt werden kann ob die Anzeigen auf den Seiten der Drittanbieter ebenfalls personalisiert werden sollen oder nicht. Stimmt man dem zu, werden die Daten miteinander verbunden und die Anzeigen sollen in Zukunft noch relevanter werden.




Während die Personalisierung in den Google-Diensten über den Account stattfindet, gab es diese im AdSense- und DoubleClick-Netzwerk bisher nur über einen globalen Tracking-Cookie. Durch die Verbindung der beiden Welten miteinander sollen die Anzeigen sowohl in der Websuche als auch im Werbenetzwerk auf den Seiten der Drittanbieter noch besser und natürlich auch personalisierter werden. Dadurch soll in Zukunft auch der Nutzer von der Werbung profitieren, da diese nun relevanter für ihn ist.



In diesem Zusammenhang macht dann auch die eben erst eingeführte Meine Aktivitäten-Seite wieder mehr Sinn, denn diese zeigt auch dass die besuchten Webseiten aufgelistet sind. Diese Daten stammen zwar aus dem Chrome-Browser, doch über das Cookie kann Google in Zukunft ebenfalls herausfinden welche Seiten ein Nutzer aufgerufen hat – zumindest wenn eine Seite Werbung aus dem Google-Netzwerk einblendet (und das sind eine ganze Menge).

Aber diese Änderung betrifft natürlich nur die Nutzer, sondern auch die Betreiber der Webseiten, in denen die AdSense-Anzeigen eingeblendet werden. Diese profitieren, so verspricht Google, davon dass die Umsätze in Zukunft steigen könnten – da die Werbung relevanter und zielgerichteter wird. Im Zweifelsfall bedeutet das natürlich auch, dass diese Information im Disclaimer der Seite untergebracht werden muss. Wer das für seine Nutzer nicht möchte, kann diese Personalisierung auch global im AdSense-Account deaktivieren.

» Google-Account: Werbeeinstellungen

[heise]


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