Das Internet ist voll von KI-generierten Inhalten, die auch vor Musikstreamingplattformen wie YouTube Music nicht Halt machen – was vielen Nutzern in den letzten Monaten vermutlich häufiger aufgefallen ist. Jetzt setzt Google eine erste Maßnahme gegen die Flut von KI-generierten Inhalten, die begrüßenswert ist: Ab sofort werden KI-generierte Titel entsprechend mit einem AI-Label versehen.
Das dürften in den letzten Monaten sicherlich viele Nutzer erlebt haben: Man startet die gewohnte Session bei YouTube Music, genießt per Radiofunktion die Empfehlungen und entdeckt immer wieder neue interessante Inhalte – doch dann folgt plötzlich ein KI-generierter Titel. Und dann nicht nur einer, sondern gleich eine ganze Flut. Rein handwerklich sind die Songs gut, aber inhaltlich und von der Komposition schlimmster Einheitsbrei oder von so niedriger Qualität, dass man sie leicht erkennen kann.
Weil YouTube Music regelrecht von solchen Inhalten geflutet wurde, reagiert Google jetzt mit einem KI-Label. Ein solches Label kommt zum Einsatz, wen ein Song „hauptsächlich mithilfe generativer KI erstellt“ wurde. Das umfasst beispielsweise die Verwendung eines generativen Modells für Komposition und Gesang und kann auch dann gelten, wenn ein Mensch abseits des Uploads seine Finger mit im Spiel hatte. Es geht um die hauptsächliche Komposition und nicht um kleinere Verbesserungen, wie sie seit Jahrzehnten üblich sind.
Das KI-Label erscheint direkt unter dem Titel, so wie ihr das auf obigem Screenshot sehen könnt. Ein Info-Overlay teilt mit, dass der Song hauptsächlich KI-generiert ist. Aktuell erscheint derselbe Text bei allen Titeln, es ist aber gut möglich, dass man hier in Zukunft weitere Informationen zum Umfang der KI-Eingriffe mitteilen will. Die Einstufung als KI-generiert (oder eben nicht) erhält Google nicht hauptsächlich von den Uploadern, sondern setzt auf eigene Erkennungssysteme.
Google arbeitet mit Musikpartnern zusammen und nutzt die eigenen Erkennungstools, um KI-generierte Titel zu identifizieren. Dabei werden dieselben Kennzeichnungsprinzipien angewendet, wie sie von YouTube bekannt sind. Das Ziel ist es, Zuschauern und Hörern die richtigen Informationen und Klarheit über die Musik, die sie hören, so einfach wie möglich abrufbar zu machen. Stattdessen würden sich wohl viele Nutzer schlicht einen Filter „Keine KI-Musik“ wünschen, aber es ist ein Anfang…
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