Google hat in dieser Woche das brandneue KI-Modell Gemini 4 Argon gestartet, das als echtes Powerpaket beworben wird, das die Fähigkeiten der Vorgänger regelrecht in den Schatten stellt. Die vierte Generation der Gemini-KI soll hochkomplexe Anfragen verstehen, die schwierigsten Probleme lösen und legt auch im visuellen Bereich sowie bei der Robotik stark nach. Wir zeigen euch, was Gemini 4 Argon laut den Google-Demos leisten kann.
Google hat mit Gemini 4 Argon Großes vor, das ließ man schon in der Ankündigung durchblicken. Erstmals wurde eine Gemini-Version angekündigt (am 1. Oktober), von der man berichtet, sie aus Sicherheitsgründen noch einige Tage zurückhalten zu müssen. Das mag Marketing gewesen sein, war aber sicherlich dennoch nicht ganz grundlos. In dieser Woche hat man dann den Startschuss für zahlende Abonnenten, Entwickler und Unternehmen gegeben.
Das neue Gemini 4 Argon zeichnet sich laut Google dadurch aus, komplexe, praxisnahe Aufgaben in verschiedenen Bereichen wie Programmierung, Finanzen, Recht, Cybersicherheit und Wissenschaft präzise und detailliert lösen zu können. Dabei soll Argon in Benchmarks alle anderen führenden Modelle übertreffen. Dass man Gemini mit „Argon“ erstmals eine Bezeichnung gegeben hat und sich nicht nur auf die Versionsnummer beschränkt, passt da sehr gut ins Bild. Es ist ein echtes Powerpaket, auf dessen Basis noch sehr viel passieren dürfte.
Wir haben euch Gemini 4 Argon hier im Blog in den letzten Tagen ausführlich vorgestellt, wobei wir auf die wichtigsten Stärken eingegangen sind, die von Google präsentiert wurden. Zunächst die deutlich beschleunigte Optimierung des Großprojekts Google Chrome, die visuellen Fähigkeiten für virtuelle Welten sowie die wohl stark konzentrierten neuen Möglichkeiten zur Robotersteuerung. Im Folgenden findet ihr die wichtigsten Dinge noch einmal im Überblick.
Gemini beschleunigt Roboterentwicklung
Google setzt mit Gemini schon seit längerer Zeit auch auf die Robotersteuerung und will diese mit Gemini 4 Argon deutlich beschleunigt haben. Man will in wichtigen Bereichen deutliche Fortschritte gemacht haben und spricht sogar schon von einer Entwicklung in die Richtung der AGI (Allgemeine Künstliche Intelligenz). Die Benchmarks sprechen eine deutliche Sprache: Beim „Embodied Reasoning (ERQA) Benchmark“, der das Lösen physischer und räumlicher Probleme testet, erreicht Argon 87% und übertrifft damit alle anderen aktuellen Modelle bei Weitem.
Mit Gemini Robotics auf der Basis von Argon setzt man auf vier wichtige Anwendungsbereiche der Robotersteuerung: Auf den Bereich Real2Sim, auf das physische Verständnis über Objekte jeglicher Art sowie auf die Forschung und Selbstverbesserung. Im obigen Video könnt ihr die Robotersteuerung sehen, die für Endnutzer im vollen Ausmaß wohl eher schwer zu fassen ist.
» Alle Infos zu Geminis Roboterfähigkeiten
Gemini generiert beeindruckende virtuelle Welten
Gemini ist schon seit einigen Generationen sehr gut darin, Visualisierungen zu erstellen und kann seit der dritten Generation auch aufwendige virtuellen Welten generieren – wobei man im Laufe der Zwischenversionen immer wieder mit größeren Kontextfenstern nachgelegt hat. Jetzt zeigt man die beeindruckenden Möglichkeiten der neuen Generation, die interaktive Welten erstellt, durch die die Nutzer hindurchgehen können. Obiges Video ist ein Beispiel, es gibt aber noch sehr viel mehr zu sehen.
Argon bietet laut Google im Vergleich zu früheren Gemini-Modellen deutlich spürbare Verbesserungen in räumlichem Denken, mathematischer Präzision und visueller Codierung. Das wird an verbesserten Darstellungen deutlich, an den 3D-Modellen und den gesamten virtuellen Welten, die sowohl in Animationen als auch Videos, Spielsequenzen oder eben auch in der Generierung einzelner Videos oder Bilder zum Einsatz kommen. Im folgenden verlinkten Artikel findet ihr viele weitere Beispiele inklusive Googles Erklärung des Gezeigten.
» Viele weitere Videos von Geminis beeindruckenden Visualisierungen
Gemini optimiert Google Chrome
Laut Googles Angaben hat man mit Gemini 4 Argon einige sehr große Herausforderungen bewältigt und konnte den Umfang des qualitativ hochwertigen Codes, der von den Mitarbeitern in Zusammenarbeit mit Gemini bereitgestellt wird, deutlich steigern. Gleichzeitg ist die Anzahl der Code-Rollbacks um fast ein Drittel zurückgegangen. Das gab genügend Mut, um Gemini 4 Argon an ein gewaltiges Projekt zu setzen – nämlich den Chrome-Browser.
Argon soll das Chrome-Entwicklerteam dabei unterstützt haben, die Kernfunktionen für Webseiten von einem historisch gewachsenen Code-Verzeichnis zu trennen. Man wollte schlicht aufräumen. Die innerhalb des Chrome-Projekts befindliche historische Codebasis soll bei 6 Millionen Zeilen liegen, die durchforstet und sauber aufgetrennt werden mussten. Durch die gleichzeitige Implementierung mehrerer Codeänderungen hat Argon den Entwicklern geholfen, die Architektur zu refaktorisieren und über Hunderte von Dateien hinweg abzuschließen. Damit soll die sonst monatelange Arbeit in wenigen Wochen erledigt worden sein.
» So hat Gemini 40 Millionen Chrome-Codezeilen entwirrt
Letzte Aktualisierung am 20.09.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.