Google hat vor einigen Tagen das neue KI-Modell Gemini 4 Argon gestartet, das nicht nur durch Leistung zu beeindrucken weiß, sondern diese wohl auch noch stärker als bisher vermarkten soll. Tatsächlich ist die vierte Gemini-Generation das erste Modell mit einem Namenszusatz, der nicht nur kraftvoll klingt, sondern auch eine neue Reihe starten dürfte. Wir zeigen euch, was hinter Argon steckt.
Google hat in den letzten Jahren einen ganzen Schwung an Gemini-Modellen veröffentlicht. Von den großen Hauptversionen über Zwischenversionen bis hin zu den zahlreichen Ablegern – allesamt wurden sie mit ihrer Versionsnummer und möglicherweise einem beschreibenden Zusatz versehen. Anfang Oktober hat Google dann das neue Gemini 4 Argon angekündigt, bei dem der Produktname stets genannt wird. In jedem Blogbeitrag, in der Dokumentation und im Marketing.
Man spricht nicht über „Gemini 4“, sondern stets über „Gemini 4 Argon“ oder auch nur über „Argon“. Die Bezeichnung Argon ist nicht nur griffig, sondern klingt auch in vielen Sprachen kraftvoll (laut Gemini) und soll die neue Generation etwas stärker vom Markennamen „Gemini“ abheben, den so mancher Beobachter vielleicht nicht mehr hören kann. In diesem Bereich folgt man der Konkurrenz, denn auch Anthropic gibt seinen KI-Modellen stets Namen, die stellvertretend für diese Version stehen.
Der Wechsel einer Namenskonvention markiert oft eine Zäsur, auch bei Google. Man dürfte damit signalisieren, dass Gemini 4 nicht nur ein inkrementelles Update ist, sondern ein grundlegend neues Architektur-Fundament darstellt. Menschen bauen zu benannten Entitäten leichter eine Verbindung auf. Ein Name verleiht der KI einen konkreteren, fast schon greifbaren Charakter, der über ein reines Software-Tool hinausgeht. Ich muss sagen, dass das gut funktioniert und sich „Argon“ schnell eingeprägt hat.
Was ist „Argon“?
Die Bezeichnung Argon dürfte auf das gleichnamige chemische Element zurückgehen – ein Edelgas. Argon ist ein reaktionsträges, extrem stabiles Edelgas, das unter anderem als Schutzgas eingesetzt wird. Im übertragenen Sinn könnte Google durch diese Namenswahl Eigenschaften wie höchste Stabilität, Sicherheit, vielleicht auch geringere Halluzinationsraten und Zuverlässigkeit suggerieren wollen. Es scheint also eine gute Namenswahl zu sein.
Dass der Produktname mit „A“ beginnt, ist vielleicht kein Zufall und könnte der Beginn einer neuen inkrementellen Serie sein. Auch bei Android setzt man seit jeher auf Produktnamen, die vor allem in den ersten zehn Jahren den meisten Nutzern bekannt waren. Android Lollipop, Marshmallow, Oreo, KitKat und wie sie alle hießen ist einigen Nutzern sicherlich noch im Gedächtnis – anders als Version 4.1, 5.x oder 6.x. Es hat Android ein Stück weit sympathisch gemacht. Zwar hat sich Google schon vor Jahren davon verabschiedet, intern gibt es die Bezeichnungen aber nach wie vor.
Springen wir ein wenig in die Zukunft, dürfte Google auch den folgenden Gemini-Versionen entsprechende Bezeichnungen aus dem Periodensystem der Elemente geben – die Auswahl ist groß und das Alphabet wird abgedeckt. Und so könnten wir im nächsten Gemini 5 Barium oder Gemini 6 Carbon oder gar Chromium erhalten. Wir dürfen gespannt sein.
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Letzte Aktualisierung am 20.10.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.