Google hat die Fitnesstracker-Marke Fitbit vor mittlerweile sieben Jahren übernommen und deren Portfolio in den folgenden Jahren nicht viel Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das scheint sich jetzt endlich zu ändern, denn spätestens seit dieser Woche können wir von einem Fitbit-Comeback sprechen, das diesmal wohl von längerer Dauer sein wird. Gut möglich, dass das Portfolio stark ausgebaut wird.
Google hat in dieser Woche den neuen Fitnesstracker Fitbit Edge vorgestellt, der die nach wie vor bekannte Marke im Fitnessbereich ganz neu aufstellen soll. Es ist erst der zweite neue Fitnesstracker unter dem Dach von Google, nachdem man zuletzt im Mai dieses Jahres den Fitbit Air vorgestellt hatte. Der Air-Tracker kommt völlig ohne Display aus, während das Edge-Modell auf eine klassische Form setzt.
Mit dem Start des Fitbit Air hatte Google überrascht, denn eigentlich wollte man die Marke als reine Software- und Fitnessplattform etablieren, während die Hardware abgewickelt wird. Der Markenname „Fitbit Air“ hätte daher auch rein der Aufrechterhaltung dienen können, doch spätestens seit dieser Woche wissen wir, dass das nicht der Fall ist. Mit der Ankündigung des „Fitbit Edge“ wissen wir, dass man eine neue Fitnesstracker-Welt rund um die Marke aufbaut, die man ganze sieben Jahre lang schleifen ließ.
Noch mehr Fitbit-Produkte?
Ich hatte hier im Blog schon darüber philosophiert, warum man den Fitbit Edge nicht Pixel Watch Fit nennt und sicherlich gibt es für beide Namen gute Argumente. Gut möglich, dass man sich nicht nur von der Pixel Watch-Smartwatch abheben will, sondern die Marke weiter ausbaut – immerhin bietet die Fitnesskategorie viele Möglichkeiten. Von diversen weiteren Tracker-Formen über einfache Fitnessgeräte bis zur Waage wären viele Produkte denkbar, die man an das Google- und Gemini Health-Ökosystem anbinden könnte.
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Der kuriose Fitbit-Wandel
Fitbit hat im Laufe der sieben Jahre einige Strategiewechsel mitgemacht, die ich hier nur schnell umreißen will: Zunächst wollte Google sowohl die Hardware als auch die Software fortführen und Fitbit nicht mit dem eigenen Portfolio zusammenführen – das war auch diversen wettbewerbsrechtlichen Bedenken geschuldet. Das Hardware-Portfolio wurde zwar fortgeführt, aber wirklich große Neuerungen gab es nie. Stattdessen ging es darum, die gesamte Fitnesskategorie der Pixel Watch auf Fitbit-Technologie aufzubauen. Dabei konkurrierte man auch mit dem nach wie vor verfügbaren Google Fit.
Später hieß es, dass sich Fitbit auf Software konzentrieren soll und sich die Hardware auf die Pixel Watch konzentriert. Zeitgleich wurde das Fitbit-Konto mit dem Google-Konto verbunden. Erst im vergangenen Jahr wurde das Fitbit-Konto eingestellt und die Umbenennung der Fitbit-Plattform in „Google Health“ bekannt. Es wäre eigentlich das Ende von Fitbit. Doch jetzt bringt man neue Fitbit-Hardware für die Google Health-Plattform. Eine vollständige Umkehrung der damaligen Strategie.
Wir dürfen gespannt sein, was die Google-Zukunft für Fitbit bereithält. Man scheint trotz allem an der Marke festhalten zu wollen. Allerdings ist „Fitbit“ nur noch der Produktname, während der Markenname „Google“ lautet. Diesen hatte man im Laufe der Zeit von „Fitbit“ in „Fitbit by Google“ und später in „Google Fitbit“ geändert.
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