GoogleWatchBlog

Googlebooks bringen Android auf den Desktop: Mit diesen neuen Funktionen will Google punkten (Galerie)

» Web-Version «

Google hat in dieser Woche gleichzeitig mit den Googlebook-Laptops das neue Betriebssystem Googlebook OS angekündigt, das die Geräte antreiben soll. Dabei setzt man auf die Stärken von Android und Gemini, aber auch auf die enge und offenbar sehr mächtige Anbindung des Android-Smartphones. Wir zeigen euch die wichtigsten neuen Funktionen der Android-Laptops und des wachsenden Ökosystems.


Wir haben euch das neue Googlebook-Betriebssystem Googlebook OS hier im Blog bereits ausführlich vorgestellt, das in den nächsten Jahren eine große Bedeutung bekommen könnte. Denn es ist weit mehr als nur ein Android-Desktopmodus und hat sowohl eigene als auch vom Smartphone unterstützte Stärken. Zwar ist noch nicht ganz klar, wie Google die Laptops selbst am Markt positionieren will, doch man hat schon einige Schwerpunkte genannt.

Googlebooks als Smartphone-Zubehör?
Interessanterweise beginnt man die Vorstellung des Betriebssystems mit der Überschrift: „Der Begleiter, auf den euer Smartphone gewartet hat“. Man sieht die Laptops also gar nicht unbedingt als eigene und abgetrennte Geräte, sondern eher als logische Erweiterung des täglich genutzten Android-Smartphones. Auf einem Niveau mit der Smartwatch und den Kopfhörern – nur etwas mächtiger, deutlich größer und teurer. Das ist vielleicht überspitzt gesagt, aber Google beschreibt es selbst in dieser Form.

In der Ankündigung heißt es weiter: „Wenn ihr ein Android-Smartphone nutzt, sollte euer Laptop es nicht wie ein fremdes Gerät behandeln. Googlebooks bauen auf einer gemeinsamen Android-Basis auf, sodass eure Arbeit ganz natürlich von einem Gerät zum anderen fließt.“ Wie das funktioniert, zeigen wir euch in der folgenden Auflistung der Stärken.




Smartphone und Googlebook gemeinsam nutzen

Google setzt bei den Googlebooks nicht umsonst auf Android, denn natürlich will man die enorme Verbreitung der Android-Smartphones und dessen starke Möglichkeiten mitnehmen: Und das beginnt schon bei der Einrichtung der Geräte. Wenn ihr euch anmeldet, werden die Einstellungen eures Android-Smartphones, gespeicherte Passwörter, WLAN-Netzwerke und Nachrichten per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung direkt auf den Laptop übertragen. Ist alles eingerichtet, soll es einfach sein, zwischen Smartphone und Laptop hin und her zu wechseln – unter anderem mit den folgenden Möglichkeiten:

  • Weiter auf: Macht auf eurem Laptop genau da weiter, wo ihr auf dem Smartphone aufgehört habt. Wenn ihr auf dem Weg zur Arbeit ein Projekt in BandLab auf dem Smartphone beginnt, könnt ihr einfach euer Googlebook aufklappen und direkt über die Taskleiste weiterarbeiten.
  • Schnellzugriff: Anstatt in euren Downloads zu suchen oder euch selbst E-Mails mit Anhängen zu schicken, könnt ihr einfach die Dateien-App auf dem Googlebook nutzen, um Dokumente und Fotos von eurem Smartphone anzuzeigen, zu durchsuchen und zu öffnen.
  • Meine Apps streamen: Ihr wollt Essen über eine Liefer-App bestellen oder schnell einen Einmalcode aus euren Nachrichten abrufen? Mit „Meine Apps streamen“ könnt ihr die Apps eures Smartphones direkt in einem Desktop-Fenster streamen und bedienen, ohne euren Workflow zu unterbrechen.
Gemini Intelligence

Natürlich darf Gemini auf einem neuen Google-Produkt nicht fehlen. Wir haben euch die Möglichkeiten des Magic Pointer und der tiefen Integration der Gemini-KI in den Googlebooks hier im Blog schon häufiger ausführlich vorgestellt. Tatsächlich ist es wohl so, dass die „Googlebooks für Gemini Intelligence entwickelt“ worden sind – und nicht umgekehrt. Das soll den Arbeitsalltag mit den folgenden Funktionen spürbar erleichtern:

  • Magischer Pointer: Wackelt kurz mit dem Mauszeiger, um Gemini direkt auf den Bildschirmbereich aufzurufen. Ihr könnt Gemini bitten, einen unübersichtlichen Kalender zu organisieren oder Texte zu übersetzen, ohne zwischen mehreren Fenstern jonglieren zu müssen. Gemini wird nur aktiv, wenn ihr darum bittet, und ihr könnt die Funktion jederzeit deaktivieren.
  • Klartext: Direkt neben der Schnelleinfügen-Taste („Quick Insert“) verwandelt Klartext gesprochene Gedanken in gut strukturierte, sofort teilbare Texte. Sprecht einfach eure Notizen, Aktionspunkte oder einen spontanen Gedankenfluss ein – sogar in mehreren Sprachen – und Klartext strukturiert alles mit übersichtlichen Überschriften, Checklisten und formatierten Zusammenfassungen.
  • Eigenes Widget erstellen: Personalisiert euren Desktop, indem ihr einfach in Alltagssprache beschreibt, was ihr braucht. „Eigenes Widget erstellen“ generiert maßgeschneiderte Widgets, die euch über den Tag hinweg mit den für euch relevanten Updates versorgen.
    „Eigenes Widget erstellen“ wird zunächst in den USA, Kanada, im Vereinigten Königreich und Australien in englischer Sprache verfügbar sein. Weitere Länder folgen später.




Android-Apps, Desktop-Apps und das ganze Web

Mit den Googlebooks sollen die Nutzer die Stärken von Android auf dem Laptop nutzen lassen, sich aber nicht darauf beschränken müssen. Denn die Googlebooks vereinen das Beste aus dem Web und dem Google Play Store in einem Gerät. Das gilt vor allem für den Chrome-Browser, bei dem es sich nicht um die Smartphone- oder Tablet-Version handelt, sondern um die echte Desktopvariante – und das für Android. Ihr erhaltet den vollwertigen Desktop-Chrome-Browser inklusive Erweiterungen, zusammen mit Millionen von Android-Apps – von denen viele speziell für große Bildschirme sowie Maus- und Tastatureingabe optimiert sind.

Ihr könnt außerdem wichtige Kreativprogramme wie Adobe Photoshop, Adobe Lightroom und CapCut nativ auf dem Googlebook nutzen. Auch die großen Streamingplattfomen wie Netflix oder HBO Max sind mit an Bord, inklusive der Möglichkeit, die Inhalte offline zu schauen. Für Entspannung könnt ihr aus Tausenden von Android-Spielen entdecken oder AAA-Titel über ein kostenloses Jahr GeForce NOW spielen, das bei jedem Kauf inbegriffen ist.

[Google-Blog]

Letzte Aktualisierung am 20.09.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


Keine Google-News mehr verpassen:
GoogleWatchBlog bei Google News abonnieren | Jetzt den GoogleWatchBlog-Newsletter abonnieren