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Android XR: Das sind Googles neue Smart Glasses – drei unterschiedliche Varianten mit Gemini-KI (Videos)

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Nach einer langen Durststrecke hat Google am Dienstag endlich die Android XR Smart Glasses angekündigt, die zwar noch einige Monate auf sich warten lassen, aber endlich konkret gezeigt wurden. Zunächst will man die „Audiobrillen“ auf den Markt bringen, die über kein eigenes Display verfügen. Wir zeigen euch, wie man sich das vorstellen kann und welche anderen beiden Varianten ebenfalls in der Pipeline sind.


Wenn wir bis ganz an den Anfang zurückgehen und dabei auch die Entwicklungszeit von Google Glass einbeziehen, arbeitet Google seit gut 15 Jahren an den Smart Glasses – nicht nur für die Techbranche eine endlos lange Zeit. Auch in den letzten zwei Jahren hat sich das fortgesetzt, denn trotz oftmaliger Teaser und Ankündigungen – erstmals im Jahr 2024 durch Google selbst – ließen konkrete Produkte weiter auf sich warten. Das einzige echte Produkt war bisher das Samsung Galaxy XR Headset.

Diese lange Durststrecke soll endlich enden, auch wenn Google schon wieder nur eine Ankündigung der Ankündigung geben konnte. Im Herbst 2024 hieß es, dass man im Winter 2024 etwas zeigen möchte, dann war es Frühjahr 2025. Im Frühjahr 2025 wollte man die ersten Brillen im Herbst 2025 zeigen. Im Herbst 2025 wollte man sie im Frühjahr 2026 zeigen. Beim Android Show-Event Anfang Mai hieß es, dass man sie zur Google I/O zeigen will und in dieser Woche – auf der Google I/O – hat man zwar wirklich etwas gezeigt, aber den Verkaufsstart erneut in den Herbst gelegt. Vermutlich wird man das diesmal halten können, aber der Vollständigkeit Halber soll das nicht unerwähnt bleibt.

Um möglichst alle Anforderungen erfüllen zu können, sowohl von der Techbranche, den App-Entwicklern, den Käufern und auch den passiven Nutzern, hat Google drei unterschiedliche Varianten ersonnen. Zum einen die AI Glasses, die man jetzt als „Audiobrille“ angekündigt hat, die Display AI Glasses und die Wired XR Glasses. Alle Varianten werden klassisch in Brillenform auf der Nase getragen und nicht um den Kopf gebunden. Wir zeigen euch, wie sie aussehen sollen.




Das sind die neuen AI Glasses

Die AI Glasses dürften im ersten Schritt am ehesten dem entsprechen, was sich die Nutzer von einer smarten Brille erwarten: Eine Brille mit Kamera, Mikrofon und Touchfläche, aber ohne ein Display. Mit der Kamera soll die Brille ihre Umgebung erfassen und Kontexthilfen geben, das Mikrofon kommt ebenfalls zur Umweltaufnahme sowie zur Sprachsteuerung zum Einsatz. Die Bedienung findet vollständig per Touch oder Sprachsteuerung statt. Antworten gibt es entweder akustisch oder am Smartphone-Display.

Technisch betrachtet handelt es sich bei den AI Glasses um Kopfhörer mit Kamera – interessanterweise ein Konzept, das auch Apple in einer ganz anderen Produktkategorie (den AirPods) verfolgt. Die Brillen sind sparsam mit der Technik und sehen daher nicht nur dezent aus, sondern dürften hoffentlich auch preislich in einem attraktiven Bereich liegen. Außerdem sorgt der Verzicht auf das Display dafür, dass die Brille möglichst energiesparend betrieben werden kann. Google hat diese vor wenigen Tagen unter der Produktkategorie der Android XR Audiobrillen angekündigt.

Das sind die neuen Display AI Glasses

Bei den Display AI Glasses handelt es sich um ein sehr ähnliches Produkt, das aber eine entscheidende Abweichung im Gepäck hat, mit der man andere Nutzergruppen abholen kann: Die Brillen sollen über mindestens ein Displayglas verfügen, das wichtige Informationen direkt vor dem Auge des Trägers einblenden kann. Das entspricht der damaligen Vorstellung einer smarten Brille zu Google Glass-Zeiten, könnte für viele Menschen aber tatsächlich zu ablenkend sein. Kein Wunder, dass man daher zunächst ohne Display in den Markt starten will.

Ein solches Display wird sowohl den Energieverbrauch als auch den Preis sicherlich massiv nach oben schrauben und damit gleichzeitig die Akkulaufzeit nach unten drücken. Wir wissen noch nicht genau, ob das Display permanent aktiviert ist oder nur bei aktiver Aufforderung durch den Nutzer anspringt. Sollte Letztes der Fall sein, kann sich der zusätzliche Energieverbrauch schnell relativieren. Die Einblendungen sollen so gestaltet sein, dass der Träger sie bequem lesen kann, diese aber nicht von Außenstehenden spiegelverkehrt auf dem Glas gesehen werden können.




Das sind die Wired XR Glasses

Mit den Wired XR Glasses hat Google vor einiger Zeit eine dritte Smart Glasses-Variante gezeigt, die rein funktionell die absolute Flaggschiff-Kategorie darstellt. Eine solche Brille soll Headset-Funktionalität in ein Brillengestellt bringen, über ein großflächiges Display auf dem Brillenglas verfügen und viel Rechenpower bringen. Das benötigt allerdings viel Energie und Rechenleistung, die sich nicht in einer Brille verbauen lassen.

Daher setzt diese smarte Brille, wie der Name schon vermuten lässt, auf ein Kabel am Brillenbügel. Dieses kann man sicherlich gut am Genick entlang unter der Kleidung verstecken und an das Smartphone oder eine tragbare Powerbank anschließen. Ähnlich wie die damaligen Kopfhörerkabel, bevor sie zum größten Teil kabellos geworden sind. Diese Kategorie ist ein Verbindungsprodukt zwischen Smart Glasses und den XR Headsets, dessen Erfolg vielleicht auch über die Zukunft der gesamten Produktkategorie mitentscheiden kann.

Sollte die Akku-Technologie gewaltige Sprünge machen, könnte es auch nur eine Übergangstechnologie sein, die irgendwann nicht mehr benötigt wird.


Alle drei Smart Glasses-Varianten sollen im Laufe der Zeit auf den Markt kommen, wobei die Audiobrillen noch in diesem Jahr den Anfang machen. Von den anderen beiden Varianten war in Googles Ankündigung keine Rede, sodass wir diese zumindest in diesem Jahr nicht mehr erwarten sollten.

» Android XR: Google kündigt die ersten Smart Glasses an – Audiobrillen starten in wenigen Monaten (Video)

Letzte Aktualisierung am 22.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


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