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Google Maps: Streetview-Comeback in Deutschland? Die neuen Nutzer-Aufnahmen machen es wohl möglich

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Die Google Maps Streetview-Fahrzeuge sind schon seit vielen Jahren rund um die Welt unterwegs, fotografieren endlose Straßenzüge und sorgen dafür, die Kartenplattform immer weiter zu komplettieren oder auf dem aktuellen Stand zu halten. Kürzlich wurde ein neues Produkt angekündigt, das allen Nutzern die Möglichkeit gibt, Streetview-Aufnahmen zu erstellen, das allerdings noch nicht weltweit gestartet ist. Wie stehen die Chancen für Deutschland?


Google Maps Streetview ist damals wie heute ein beeindruckendes Produkt, das zwar für viele Menschen längst Normalität geworden ist, dessen enormen Aufwand sich aber wohl jeder vorstellen kann. Googles Fahrzeuge sind seit mehr als einem Jahrzehnt rund um die Welt unterwegs, um immer neue Regionen zu fotografieren oder bereits bestehendes Bildmaterial zu aktualisieren – eine Aufgabe, die niemals enden wird. Das dürfte wohl auch finanziell ein nicht unerheblicher Aufwand sein.

Vor wenigen Tagen wurde ein neues Tool vorgestellt, mit dem man die große Community auch in diesen Bereich einbinden will und allen Nutzern die Möglichkeit gibt, selbst Streetview-Aufnahmen zu erstellen und hochzuladen. Diese sollen sich so leicht wie ein Foto bzw. Video erstellen lassen und dann für alle Nutzer der Kartenplattform sichtbar sein. Das hat das Potenzial, die zahlreichen weißen Löcher auf der Karte zu schließen und jeden Winkel dieser Erde für Streetview abzulichten.

Laut Googles Angaben gibt es weltweit 120 Millionen Local Guides (!) die für die Vollständigkeit der Kartenplattform sorgen. Selbst wenn nur ein Prozent dieser Nutzer immer wieder mal neue Streetview-Aufnahmen hochlädt, ergibt sich sehr schnell ein kompletteres Bild, als es heute der Fall ist.

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Streetview ist in Deutschland für Google kein Thema
Google hat die Streetview-Fahrten in Deutschland schon vor über zehn Jahren eingestellt und lässt das Land seitdem auf den digitalen Aufnahmen altern. Laut Googles Angaben gehören die Deutschen zwar zu den Nutzern, die Streetview am meisten verwenden, aber wenn die Kameras vor der eigenen Haustür auftauchen, dreht sich die Meinung plötzlich. Zumindest war das der Stand vor über zehn Jahren, als das halbe Land verpixelt wurde und Google daraufhin Streetview in Deutschland für beendet erklärt hat.

Schon seit einigen Jahren sind die Streetview-Fahrzeuge wieder in Deutschland unterwegs und schießen auch Fotos, allerdings werden diese nur für interne Zwecke ausgewertet und nicht bei Streetview veröffentlicht. Es ist nicht davon auszugehen, dass Google von dieser harten Linie abweicht und eines Tages wieder Fahrten durchführen wird. Bei dem neuen Produkt sieht es da aber vielleicht schon wieder etwas anders aus. Denn nun könnte man wieder an frische Aufnahmen gelangen, ohne nachgeben zu müssen.

Google hat das neue Tool nicht ohne Grund nur in wenigen Ländern freigeschaltet und dürfte die Expansion in weitere Regionen nur sehr behutsam durchführen. Es wird sehr interessant werden, wie man dieses Produkt in Deutschland oder ganz Europa umsetzen wird. Wenn plötzlich Millionen Nutzer zu Streetview-Lieferanten werden und diese Aufnahmen auf der Google Maps-Plattform veröffentlicht werden, dürfte das viele Datenschützer interessieren – Zensur hin oder her. Die Frage wird sein, ob diese Aufnahmen genauso behandelt werden, wie die von den Google-Fahrzeugen.

Ein großer Unterschied liegt allein schon bei der Kamerahöhe. Während die Nutzer ihr Smartphone auf 1,50 bis 1,90 Meter Höhe halten (geschätzt), sind die Streetview-Kameras gleich einmal einen Meter höher installiert. Das bedeutet, dass sie über die allermeisten Gartenzäune filmen und Einblicke erhalten, gegen die sich die Menschen nicht geschützt bzw. niemals damit gerechnet haben. Die Nutzer sehen nur das, was alle Menschen auf der Straße sehen. Die Fahrzeuge hingegen sehen (manchmal) mehr.




Gut möglich, dass sich Google erneuten Ärger ersparen möchte und diese Funktion hierzulande gar nicht anbieten wird. Genausogut ist es aber auch möglich, dass man sie eben doch anbieten wird, um endlich wieder an frische Streetview-Aufnahmen zu gelangen, ohne selbst Fotos schießen zu müssen. Für beides gäbe es gute Argumente für und wider, sodass ich an dieser Stelle kaum wage, eine Prognose abzugeben, wie sich Google in diesem Punkt verhalten könnte. Ganz vorsichtig würde ich sagen, dass es hierzulande _nicht_ gestartet wird.

Es wird auch nur eine Frage der Zeit sein, bis die Hobbynutzer Mittel und Wege finden, um besondere Aufnahmen zu fabrizieren. Schnallen sie das Smartphone auf eine Drohne, wird es noch sehr viel „schlimmer“ als bei den Kamerafahrzeugen. Fotografieren sie von ihrer Terrasse oder aus ihrem Wohnzimmer heraus? All das ist natürlich schon heute möglich und auch bei Google Maps zu finden, aber wenn es erst einmal in Streetview eingebunden wird, steigt die Zahl der Nutzer, die diese Aufnahmen zu Gesicht bekommen, doch erheblich an.

Und so darf man gespannt sein, wie es mit diesem Thema weitergeht. Wer sich für einen echten Streetview-Experten und Weltenbummler hält, sollte übrigens einmal das folgende Spielchen ausprobieren:

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