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Bericht: Google arbeitet an neuer Plattform zur Entwicklung und Verbreitung von Chatbots

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Messenger in verschiedenen Formen gibt es schon seit sehr vielen Jahren, und sie erfüllen seit Urzeiten den gleichen Zweck. Doch seit einigen Monaten gibt es plötzlich das Thema „Chatbots“, die den Messengern völlig neue Möglichkeiten beibringen sollen. Auch Google soll schon seit einiger Zeit an einem Messenger mit Chatbots arbeiten, doch laut einem neuen Bericht könnte das noch längst nicht alles sein.


Trotz der großen Verbreitung von Googles Messengern, damals Talk und heute Hangouts, hat man es nie geschafft eine große kritische Masse an Nutzern zu erreichen. Der Markt wird derzeit stark von Facebook beherrscht, so dass das Netzwerk von Mark Zuckerberg natürlich auch die beste Ausgangslage zur Entwicklung und Etablierung von Chatbots hat. Google könnte darauf nun mit der üblichen Strategie reagieren.

Statt einen völlig neuen Messenger zu entwickeln oder den bestehenden Hangouts-Messenger um Chatbots zu erweitern, soll Google angeblich an einer plattformübergreifenden Lösung arbeiten, das berichtet zumindest die Zeitung The Information. Die neue Plattform soll es Entwicklern deutlich vereinfachen, solche Bots zu entwickeln und in den diversen Messengern zum Einsatz zu bringen. Dadurch könnte Google auch von der Verbreitung anderer Messenger profitieren und die eigenen Chatbots auf die Konkurrenz-Plattformen bringen.

Konkret möchte man Entwicklern Tools und Lösungen zur Verfügung stellen, mit denen sich solche Bots sehr leicht entwickeln lassen sollen. Dazu soll es auch eine Integration von Google Now und anderen Diensten des Unternehmens geben, von deren großen Verbreitung am Ende auch die Entwickler profitieren sollen. Die Entwickler können sich dadurch viel Arbeit ersparen, da keine eigenen Lösungen entwickelt werden müssen. Die vom Nutzer angeforderten Informationen könnten praktisch einfach nur durch Googles Lösung geschickt und dann über den Chatbot wieder zurück an den Nutzer geschickt werden.



Mit dieser Lösung setzt Google auf die alte Strategie, einen Markt von hinten aufzurollen. Statt selbst an einer Lösung zu arbeiten und sich in den Konkurrenzkampf zu begeben, den man angesichts von Facebooks Dominanz mit WhatsApp und Messenger derzeit nur verlieren kann, stellt man einfach eine Plattform für alle zur Verfügung. Die Entwickler kümmern sich dann um die Verbreitung und Google bekommt trotzdem alle Daten der Nutzer. Ganz nebenbei dürfte man wohl auch noch in einen Google Account eingeloggt sein müssen.

Ob die neue Plattform schon heute Abend auf der Google I/O angekündigt wird bleibt abzuwarten. Da man den neuen Share-Network-Messenger Space schon vor einigen Tagen angekündigt hat, bleibt nun immerhin mehr Zeit für andere Ankündigungen in diesem Bereich. Da Chatbots noch ganz am Anfang stehen, ist es noch längst nicht zu spät eine solche Plattform zu launchen.

[AndroidPolice]


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