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Bericht: NSA hat Rechenzentren von Google, Yahoo! & Co. angezapft

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Sofort nach dem Bekanntwerden der NSA-Überwachungen sind viele große Internetkonzerne vorgeprescht und zeigten sich selbst geschockt über die angeblichen Abhöraktionen. Glaubt man den neuesten Enthüllungen, war dies damals aber nur die Spitze des Eisbergs – tatsächlich soll die NSA jederzeit Zugriff auf alle Daten von Google, Yahoo! & Co. haben.


Zwar mussten die Konzerne zugeben dass sie auf Nachfrage von US-Behörden oder Geheimdiensten Nutzerdaten herausgeben (müssen), aber dies wurde auch schon vorher relativ transparent kommuniziert, wie etwa im Google Transparency Report. Eine Hintertür in den Servern oder gar einen beabsichtigten Vollzugriff schloss Google aber stets aus.

Laut Informationen der Washington Post ist dieser Zugriff auf die Server durch die NSA aber auch gar nicht nötig, da der Geheimdienst einfach die Glasfaserleitungen außerhalb der Rechenzentren angezapft haben soll. Aus diesen gigantischen Rohdaten konnte die NSA innerhalb von nur 30 Tagen mehr als 180 Millionen Datensätze auslesen, wobei nicht ganz klar ist was ein „Datensatz“ ist und in wie weit dieser einem bestimmten Nutzer zugeordnet werden kann.

Der Inhalt der Datensätze soll unter anderem aus META-Daten, Textdateien, Audio- und auch Video-Dateien bestehen. Wie die NSA diese gigantischen Datenmassen auslesen, speichern und auch noch auswerten konnte bleibt noch zu klären, bei der Sammlung soll aber ein gemeinsam mit dem britischen Geheimdienst entwickeltes Projekt namens MUSCULAR zum Einsatz kommen.


Das auslesen der Daten außerhalb der eigenen Rechenzentren ist für Google, Yahoo! und alle anderen Internetdienste kaum nachzuvollziehen, so dass man ihnen tatsächlich glauben darf dass sie über diese Spionage nicht informiert waren. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die NSA das SSL-Protokoll geknackt hat und auch diese verschlüsselte Kommunikation nicht mehr sicher transportiert werden kann.

[futurezone]


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